Revanchegelüste erwartet
10.02.2012 - BAD SOBERNHEIM
HANDBALL Meisenheimer in Nieder-Olm / HSV empfängt erneut Budenheim
(wai). Eine direkte Chance zur Rehabilitation erhalten die Handballer des HSV Sobernheim. Nachdem sie in der Vorwoche beim Auswärtsspiel gegen die Sportfreunde Budenheim II mit 19:35 untergegangen waren, ist der gleiche Gegner am Samstag um 19.30 Uhr in der Dr. Werner-Dümmler-Halle zu Gast.
Der Verbandsliga-Tabellenführer tritt damit zur Neuauflage des Hinrundenspiels an, das er in der Felkestadt mit 34:31 gewonnen hatte, gegen dessen Wertung der HSV aber erfolgreich Protest eingelegt hatte. Die Wahrscheinlichkeit, dass die Gastgeber diesmal die Partie gewinnen, ist angesichts der Dominanz, mit der die Budenheimer durch die Runde marschieren, sicherlich nicht sonderlich hoch. Chancenlos sieht HSV-Trainer Markus Schmidt sein Team aber auch nicht. Immerhin hatten die Budenheimer auch in Meisenheim Probleme, als ihnen nur ein ganz knapper 28:27-Erfolg glückte. „Wenn wir so spielen, wie in den Partien vor der letzten Woche, können wir auch Budenheim ins Wanken bringen“, will Schmidt zumindest ein deutlich besseres Bild abgeben, als bei der zurückliegenden Pleite.
„Wir haben kaum Gegenwehr gezeigt und es den individuell starken Budenheimern zu einfach gemacht. Das war ein Tag, an dem gar nichts ging und alle schlecht waren.“ Umso mehr ist Schmidt überzeugt, dass seine Spieler diesmal ganz anders auftreten. Neben größerem Kampfgeist sollen auch zwei Leistungsträger zur Steigerung beitragen. Der in der Vorwoche gesundheitlich angeschlagene Jonas Becker ist wieder fit und Markus Barwig hatte gar ganz gefehlt. Hinter seinem Einsatz steht aber auch diesmal noch ein Fragezeichen.
Der große Meisterschaftskonkurrent der Budenheimer ist der TV Nieder-Olm II, der wie die Sportfreunde nur zwei Minuspunkte aufweist. Ihre einzige Niederlage kassierten die Nieder-Olmer ausgerechnet zum Saisonauftakt beim SSV Meisenheim, gegen den sie mit 28:29 den Kürzeren zogen. Nun müssen die Meisenheimer zum Tabellenzweiten reisen, wo sie am Sonntag um 11 Uhr mit Revanchegelüsten des Gegners rechnen müssen. Das junge Nieder-Olmer Team stellt mit nur 242 Gegentoren in 13 Spielen die mit Abstand beste Abwehr der Liga und wird dem SSV-Angriff mit seinem aggressiven Heraustreten das Leben schwer machen.
Die Meisenheimer zeigten sich zuletzt aber gut aufgelegt und wollen die Partie so lange es geht offen halten. An einem richtig guten Tag könnte für den SSV sogar dasselbe gelten, was Schmidt seinem HSV mit auf den Weg gibt: „Warum sollen wir nicht eine Überraschung schaffen?“

