RWO Alzey und Spvgg. Ingelheim im Wintercup-Viertelfinale
28.01.2012 - SPIESHEIM
Von Claus Rosenberg
WINTERCUP RWO Alzey und Spvgg. Ingelheim meistern ihre Auftakt-Aufgaben in Spiesheim mühelos
Das Traum-Viertelfinale beim Spiesheimer Wintercup ist perfekt. Am Montagabend stehen sich der Fußballlandesligist RWO Alzey und der Verbandsligist Spvgg. Ingelheim gegenüber. Beide Mannschaften qualifizierten sich gestern Abend für die Runde der letzten Acht. RWO schaltete SW Mauchenheim aus, die Spvgg. Ingelheim TuS Biebelnheim.
RWO Alzey - SW Mauchenheim 4:0 (2:0). - Vor guter Zuschauerkulisse erwischten die Mauchenheimer den besseren Start. Wäre RWO-Verteidiger David Jakob (2.) nicht zur Stelle gewesen, Matthias Mussel hätte das 1:0 für den Außenseiter markiert. Mit zunehmender Spielzeit beherrschten die Alzeyer ihren Gegner. Gemessen an den Chancen war das 4:0, das Andy Schröder (22./71.), Alex Kinsvater (30.) und Matthias Eisinger (57.) herausschossen, jedoch zu mager. SW-Coach Heiko Völker freute sich am Ende, dass „das Ergebnis im Rahmen blieb. Meine Jungs haben ihre Sache gut gemacht.” So sah es auch RWO-Trainer Tino Loechelt, der anerkennend sagte: „Der Gegner hat gut dagegen gehalten. Mauchenheim hat ordentlich gekämpft.” Die mangelnde Chancenverwertung seines Teams führte Loechelt auf Konzentrationsschwächen zurück.
Spvgg. Ingelheim - TuS Biebelnheim 5:0 (1:0). - Die Biebelnheimer haben sich unter Leitung von Cotrainer Björn Wissmann teuer verkauft und die erste Halbzeit unglücklich verloren. Ein Eigentor kostete das Remis zur Pause. Nach dem Wechsel gewann der Verbandsligist Oberhand über den Bezirksklassisten und baute seinen Vorsprung nach Toren von Dominik Schindel (47.), Engin Warademiz (70.), Tim Glulzey (77.) und dem Ex-Lonsheimer Florian Fiesler (88.) standesgemäß aus. Die Sympathien blieben jedoch beim Außenseiter. SG Spiesheims Turnierleiter Dominik Etringer würdigte die Leistung ausdrücklich: „Ein Riesenspiel der Biebelnheimer. Toll, wie lange sie das Spiel spannend gehalten haben.”
Ausblick
Am Wochenende herrscht Hochbetrieb auf dem Spiesheimer Kunstrasen. Erstmals stellt sich unter anderem der Turnierfavorit TSG Pfeddersheim vor. Der Verbandsligist muss am Samstag um 16 Uhr den Bezirksligisten TSV Gundheim ausschalten, wenn er ins Viertelfinale einziehen will. Im Anschluss, um 18 Uhr, geben die Gastgeber von der SG Lonsheim/Spiesheim ihr Debüt. Gegen den Landesligisten Wormatia Worms II ist die Elf von Levent Yalkin allerdings klarer Außenseiter. Die Prämisse sei, sich „möglichst gut aus der Affäre zu ziehen. Wir wollen aus einer starken Defensive immer wieder Nadelstiche setzen”, kündigt der Coach des Kreisligisten an. Vielleicht setzt dabei die neue Lonsheimer Offensivkraft Kivanc Adsay schon Impulse. Er kam vom Bezirksligisten Eintracht Bad Kreuznach. Deniz Barut hat bei dem Wechsel vermittelt. Adsay war der einzige Winterzugang bei den Lonsheimern, die sich jüngst im Trainingslager auf die anstehenden Aufgaben vorbereiteten. Mit 20 Mann gastierten sie in Legden an der holländischen Grenze. „Wir haben gut und hart trainiert”, sagt Yalkin.
Sonntags greift der Bezirksligist TSV Schornsheim ins Turnier ein. „Wir haben ein günstiges Los und wollen schon das Halbfinale erreichen”, sagt TSV-Coach Dirk Willems vor der Begegnung um 15 Uhr gegen TuS Erbes-Büdesheim. Der Bezirksligist muss auf seine Leistungsträger Paul Wolf, Thomas Kehr und Florian Sprenger verzichten. Das ändert aber nichts am Favoritenstatus des TSV, der in diesem Turnier von einer Spielplanänderung profitiert. Ursprünglich wartete im Viertelfinale die TSG Pfeddersheim. Nach der Änderung ist es nun der Sieger aus der Partie TuS Framersheim gegen SG Nieder-Wiesen/Oberwiesen. Beide treffen am Sonntag um 17 Uhr aufeinander. SG-Coach Lothar Kreis meint im Vorfeld mit leichter Ironie, es sei nicht gut, wenn „wir gegen einen Kreisligisten ausscheiden”. Trotzdem reisen die Nieder-Wieser in der Absicht an, jedem Spieler aus dem Kader Einsatzzeiten zu geben. Kreis erwartet einen heißen Gegner aus Framersheim, der als „Underdog” zusätzliche Kräfte mobilisieren könnte. Dabei spricht der Coach aus Erfahrung. Unter seiner Regie hat die SG Nieder-Wiesen beim Wintercup auch mal für eine Überraschung gesorgt. Sie warf damals den Landesligisten SV Guntersblum raus.

