Montag, 13. Februar 2012 05:41 Uhr
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Allgemeine Zeitung

andere Sportarten 

Wörrstädter Handbiker sichert sich erneut Titel

01.07.2008

Von Jasmin Ehrenstamm

Max Hauch wieder Deutscher Meister in der U23

"Das war ein sicheres Rennen, bei dem ohne große Fehler eigentlich nichts schief gehen konnte", schätzt der amtierende deutsche Meister im Handbikefahren, Max Hauch, das alles entscheidende Rennen im Nachhinein ein. Der Wörrstädter holte in diesem Jahr erneut den Meistertitel seiner Altersklasse, der U 23. Das Handbikefahren ist ein Sport, bei dem querschnittgelähmte Sportler mit speziellen Rädern fahren, die nur durch die Arme betrieben werden. Und das schaffte Max Hauch ziemlich erfolgreich, denn schon im vergangenen Jahr erlangte er den Meistertitel. Anders als bei anderen Sportarten entscheidet lediglich eine einzige Veranstaltung über die Vergabe des begehrten Titels. Max Hauch, der aufgrund seiner Ausbildung zur Zeit in Weinheim wohnt, trat für das örtliche Team "Rehability" an. "Zuerst starteten wir im Einzelzeitfahren", so Hauch. Bei der Strecke von elf Kilometern, bei der jeder Fahrer auf sich allein gestellt ist, erschwerte jedoch das schlechte Wetter die Gesamtlage. "Zu Beginn hatten wir starken Gegenwind und danach auch noch Regen", bedauert Hauch. Die Geschwindigkeiten variierten daher von 19 bis 40 km/h. Letztlich erreichte der ambitionierte Sportler in seiner Altersklasse den zweiten Platz und ist somit deutscher Vizemeister. Doch die Glanzleistung folgte einen Tag später. Im dreißig Kilometer langen Straßenrennen setzte er sich gegen seine beiden Mitstreiter durch und holte sich im Sprint den verdienten Sieg. "Durch die Klassifizierung starten pro Klasse nur noch wenige Teilnehmer", erklärt Hauch die geringe Anzahl an Teilnehmern. Die erste der beiden Kontrahenten habe er nach kurzer Zeit hinter sich gelassen, doch der zweite ließ nicht locker. Nach etwa 55 Minuten Wettkampf seien auf der Zielgeraden letztlich nur noch zwei bis drei Meter Distanz bis zu seinem Konkurrenten gewesen. Doch im alles entscheidenden Sprint setzte sich Hauch durch und fuhr als Erster über die Zielgerade. Knapp sei dieser Sieg keinesfalls gewesen, denn das sei Auslegungssache. "Unter knapp verstehe ich ein paar Zentimeter", meint Hauch lachend. Der Zwanzigjährige, der zuvor viele andere Sportarten wie beispielsweise das Rennkanufahren ausübte, entdeckte das Handbikefahren erst vor vier Jahren für sich. Eine Lehrerin sprach ihn darauf an und nur etwa vier Wochen später trat Hauch zu seinem ersten Rennen an. "Damals bin ich noch sitzend gefahren, habe daraufhin zwei Jahre später die Position gewechselt", so Hauch. "Doch auch das Fahren im Liegen fand ich nicht so gut und fahre seit Anfang diesen Jahres kniend", fügt Hauch hinzu. Seither nimmt der Zwanzigjährige pro Jahr an zehn bis zwölf Veranstaltungen im gesamten Bundesgebiet teil. Vater Hauch, der nicht nur Coach sondern auch für die Technik des Bikes zuständig sei, sei stets Begleiter. Um im Handbikefahren erfolgreich zu sein, gehöre selbstverständlich ein diszipliniertes und strukturiertes Training. "Ich trainiere sechs Mal pro Woche fahren und habe zusätzlich noch drei Mal pro Woche Krafttraining", so Hauch. Viel Zeit für weitere Hobbies bleibe bei dem straffen Zeitplan jedoch nicht. Doch der Auszubildende hat noch große Pläne. "Als nächstes strebe ich die Qualifikation und schließlich auch die Teilnahme an der Paralympics 2012 in London an", blickt Max Hauch voraus.


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