Die Kraft der Gedanken
30.11.2011 - MAINZ
Von Gabi Rückert
KINDERUNI Nachwuchsforscher erfahren, wie eine Idee die Welt verändern kann
„I have a dream“ oder: „Die Kraft der Gedanken - Wie eine Idee die Welt verändert“; lautet das Thema der nächsten Kinderuni. Dr. Bärbel Höttges und Dr. Mark Berninger von der Fakultät für Amerikanistik/Anglistik der Mainzer Universität werden die Geschichte des Sklavenjungen Frederick Douglass erzählen, der beweist, dass die Kraft der Gedanken unglaublich mächtig sein kann.
Wie ein Sklavenjunge Berater von Lincoln wurde
„Frederick Douglass hat schon als Kind realisiert, dass die Sklaverei nicht richtig ist und wollte bereits als Kind frei sein. Dieser Gedanke ließ ihn nie wieder los“, erklärt Dr. Bärbel Höttges. Warum der Sklavenjunge ohne seine Mutter aufwuchs und später Berater von Präsident Lincoln wurde - all das erfahren die Nachwuchsforscher.
Die Kraft der Gedanken ist unsichtbar, dennoch gibt es in der Geschichte viele Beispiele, in denen Menschen durch ihre Gedanken die Welt verändert haben. Martin Luther King oder auch Nelson Mandela sind nur zwei Beispiele. Die Kinderunivorlesung steht deshalb unter dem Titel: „I have a dream“. Frederick Douglass sprach diese Worte ebenfalls in jungen Jahren aus. „Letztlich wurde dadurch so viel Energie freigesetzt, dass der Riesenstaat Amerika komplett umgepflügt wurde“, beschreibt Dr. Berninger. Er ist der Auffassung, dass „Kinder Unrecht verändern können, wenn sie ihre Gedanken teilen.“ Was das nun wieder bedeutet und welche Macht Kinder haben, darum soll es ebenfalls in der Vorlesung gehen. „Denn Kinder spüren Unrecht deutlicher und können es unbefangener artikulieren“, ist sich Dr. Höttges sicher.
Die Lebensgeschichte von Frederick Douglass ist für alle Kinder sicherlich spannend und macht Mut. Es zeigt vor allem, wie notwendig Bildung ist, denn Douglass war klar im Vorteil gegenüber anderen Sklaven, weil er sich als Autodidakt schreiben und Lesen beigebracht hat. Und da es sich um eine Vorlesung der Amerikanistik und Anglistik handelt, fällt auch der ein oder andere wichtige Ausdruck in englischer Sprache.

