Mittwoch, 08. September 2010 14:00 Uhr
URL: http://www.allgemeine-zeitung.de/region/rheinhessen/6541796.htm

Allgemeine Zeitung

Rheinhessen 

Mitreißender Wasserfall innovativer Melodien

02.10.2006 - MAINZ

Von Christopher Mühleck

"VoiceVision"-Sängerinnen präsentieren vor 1100 Gästen in Mainzer Phönixhalle bei Gala erste eigene Songs

MAINZ/RHEINHESSEN Vor mehr als 1000 begeisterten Gästen zeigten die Finalistinnen von "VoiceVision-Rheinhessen sucht die junge Stimme" in einem Popkonzert in der Mainzer Phönixhalle, wie sie sich seit ihrer Teilnahme an dem Gesangswettbewerb 2005 entwickelt haben.

"Let the music heal your soul, let the music take control", hüllte das gemeinsame Finale der 18 Goldkehlen im Chor mit dem begeisterten Publikum das Innere der Phönixhalle in genau die anmutige Atmosphäre, die der Symbiose von einem wehmütigen Abschied und einem verheißungsvollen Neuanfang gebührt. Genau dreieinhalb Stunden zuvor, als die Augen noch trocken und der Abend noch jung waren, eröffneten die "Magic Moves" aus Guntersblum mit fantasievollen Gewändern die Gala, die wie der gesamte Wettbewerb von der Allgemeinen Zeitung und der Wormser Zeitung präsentiert wird, mit einem fulminanten Tanz. "Wir wollen Sie wissen lassen, was Rheinhessen kann", versprach der Vater von "VoiceVision", Karl-Heinz Krummeck, vom Mainzer IT-Beratungsunternehmen Euro-Driver Group AG in seiner Begrüßung. Und gesanglich können die Rheinhessen einiges, wie der Abend noch zeigen sollte. So stand der erste Teil der Veranstaltung ganz im Zeichen bekannter Popsongs aus dem Munde der Finalistinnen von 2005. Sarina Vollhardt verzauberte mit wallender Mähne und funkelnder Gürtelschnalle im knallroten Pulli die vollbesetzte Halle mit "Wind of Change". Mit einer gehörigen Portion Schlitzohrigkeit präsentierte sich Larissa Herber, die zusammen mit der Zweitplatzierten des letzten Jahres, Alina Krisam, eloquent durch den Abend führte, noch einmal als "Pink". Während die Bühne zu Anna Thoerles Interpretation des Genesis-Klassikers "Against All Odds" im herbstlichen Widerschein der orangefarbenen Bühnenbeleuchtung sanft erstrahlte, kochte der Saal, als Menna Mulugeta auf ihre kraftvolle und gleichsam sensible Art darum bat: "Unbreak my Heart". "Supergut find ich´s hier. Ich bin erstaunt, was für ein Potenzial an den rheinhessischen Schulen zu mobilisieren ist und vielleicht noch schlummert. Die Stimmung ist grandios und das Publikum zieht voll mit", ist Ute Müller begeistert. Die stellvertretende Schulelternsprecherin der Willigis-Realschule in Mainz sieht die Anerkennung für die jungen Stimmen mehr als gerechtfertigt. "Es ist ein schönes Projekt, das da gereift ist. Gelebter Musikunterricht ist immer besser als die trockene Theorie", urteilt Sebastian Deinhart fachmännisch. Der 26-jährige Musikproduzent mit eigenem Studio, der unter anderem Sängerin und "VoiceVision"-Texterin Hanna Steinkopf unter Vertrag hat, genießt den Abend und bekennt: "Natürlich halte ich die Augen hier nach Talenten offen." Und talentiert sind sie allemal. Das bewies der facettenreiche zweite Teil des Abends, in dem die Sängerinnen ihre Eigenkompositionen präsentierten. Entstanden in Zusammenarbeit mit Gesangslehrern, Textern und Studiotüftlern entfaltete sich die smarte Bastelei zu einem Wasserfall innovativer Melodien. So begeisterte Hanna Keller mit ihrer zarten Stimme zum sanften "Heart of Worship" aus der Feder von Matt Redman. Anmutig und voller Grazie erklang "Wild Moon" aus der weichen Kehle der zierlichen Sarina Vollhardt, während etwa Rockröhre Lea Funk mit "For all the time" eine Liebeserklärung an jemanden besonderen ins Auditorium krachen ließ. "Ich habe meine Stimme weiterentwickelt und mal ins Business reingeschnuppert. Das ist schon ein Haifischbecken und ganz als Sängerin möchte ich nicht weitermachen. Ich möchte eben den Spaß daran nicht verlieren", resümiert VoiceVision-Siegerin Menna Mulugeta . "Der klassische Gesangsunterricht wird für mich weitergehen und ich mach´ die Schule fertig. Allerdings nehme ich natürlich die wertvollen Erfahrungen des Wettbewerbs und das Glücksgefühl dieses Abends mit", so die 14-Jährige. "Verändert hat sich seit `VoiceVision` im letzten Jahr nicht viel - außer natürlich dass mich Leute darauf ansprechen. Die Stimmung ist heute viel lockerer geworden, was wohl daran liegt, dass heute Abend kein Druck herrscht," sagt Lea Funk. "In nächster Zukunft werde ich versuchen, an die Pop-Akademie nach Mannheim zu kommen. Ich habe hier viele Menschen kennen gelernt und Spaß gehabt", zieht auch sie eine positive Bilanz, während ihre Mitbewerberin von 2005, Alina Grisam, sagt: "VoiceVision, das waren schöne Stimmen, nette Leute und ein tolles Publikum". Die Gala in der Phönixhalle war gleichzeitig der Startschuss für die Fortsetzung des Wettbewerbs. Die ersten acht Schulen haben sich bereits angemeldet, die Teilnahmeliste ist noch nicht geschlossen. Das Finale steigt am 2. Juni 2007, wieder in der Phönixhalle.


Wetter

Mehr Wetter

Themenabo: Denken.Lernen.Erinnern

Abstimmung

Ist die Kritik an Sarrazin berechtigt?




Videos

Sport Treff Mainz-Bretzenheim

Sonderveröffentlichungen

Specials

Svens Schnellschuss

Logo zum Special "Svens Schnellschuss"

Opel

opel

Kruschel

Flughafenausbau

Flughafen Frankfurt am Main

Klimawandel

Klimawandel

Druckbar

Foto: Jonny Lye/fotolia.com

14 Tage kostenlos Probelesen










Fuß Zurück zum Service | Zurück zu den Verlagsservices | Zurück zur Navigation | Zurück zum Inhalt | Zurück zur rechten Spalte
Ende der Seite Zurück zum Service | Zurück zu den Verlagsservices | Zurück zur Navigation | Zurück zum Inhalt | Zurück zur rechten Spalte
0.649543046951 Sekunden