(gbu). Die S-Bahn Rhein-Neckar ist ein Erfolgsmodell, das mit dem Ausbau der zweiten Stufe eine bedeutende Erweiterung erfährt. Zentraler Bestandteil bleibt jedoch die Strecke Mannheim - Heidelberg. Alle heutigen S-Bahnlinien führen über die Strecke Mannheim - Heidelberg.
In der geplanten zweiten Stufe kommt die geplante Strecke Mainz - Worms - Mannheim - Heidelberg - Sinsheim / Aglasterhausen hinzu. Diese Linie ermöglicht vor allem die von den Kunden geforderten durchgängigen Verbindungen aus Richtung Worms nach Heidelberg. Noch mehr als bisher wird damit der Knoten Mannheim-Heidelberg zum Herzstück der S-Bahn Rhein-Neckar.
Ausbau auch für Güter- und Fernverkehr
Da auch Güter- und Fernverkehr höhere Anforderungen an die Leistungsfähigkeit stellen, sei der Ausbau dieses Streckenabschnitts dringend notwendig, wie Werner Schreiner, Geschäftsführer des Verkehrsverbunds Rhein-Neckar, jetzt im Gemeinderat erklärte. Konkret geht es um den Bau eines zusätzlichen Bahnsteigs im Hauptbahnhof Mannheim und einer Verschwenkung der Gleise, einen dreigleisigen Ausbau bis Mannheim - Friedrichsfeld sowie einen verbesserten Anschluss der Main-Neckar-Bahn.
Wie Schreiner schilderte, gibt es bereits im Vorfeld harte Verhandlungen zwischen Bahn, Bund, drei Bundesländern sowie den Kreisen und Kommunen der Region, die sich nach einem komplizierten Schlüssel an den Kosten beteiligen sollen.
Allein die Planungskosten werden mit 12,7 Millionen Euro angegeben. "Die Bundeszuschüsse für das Verkehrsprojekt gibt es nicht mehr lange", mahnte Oberbürgermeister Dr. Peter Kurz zur Eile. "Städte wie Speyer und Germersheim sollten sich hier nicht entziehen", appellierte SPD-Fraktionsführer Stefan Fulst-Blei an bisher zögernde Gemeinden.

