02. September 2010 19:42 Uhr
URL: http://www.allgemeine-zeitung.de/region/oppenheim-nierstein-guntersblum/vg-nierstein-oppenheim/oppenheim/7618832.htm

Allgemeine Zeitung

Donnerstag, 02. September 2010 19:42 Uhr
Seite drucken
Suche




Inhalt Zurück zum Service | Zurück zu den Verlagsservices | Zurück zur Navigation | Zur rechten Spalte
Oppenheim 

Idealisten im Einsatz

05.10.2009 - OPPENHEIM

Von Gerhard Grunwald

EHRENAMTSTAG Hilfsdienste zeigen in Oppenheim aktuelle und historische Fahrzeuge und Geräte

Was wären die Hilfsdienste in Deutschland ohne das Engagement der ehrenamtlichen Mitarbeiter? Die Antwort auf diese Frage dürfte nicht allzu schwer fallen. In vielen Bereichen würden Not- und Rettungseinsätze nicht mehr in dem Maße funktionieren, wie sie es bislang hervorragend tun. Klar, dass die Mitarbeiter der Hilfsdienste gestern auch beim Ehrenamtstag in Oppenheim mit von der Partie waren. Direkt im Zugangsbereich zum Veranstaltungsgelände stellten sie ihre Arbeit und vor allem auch ihre Geräte zum Löschen, Bergen und Helfen vor.

"Ich will einfach den Menschen helfen", erklärt Stefan Schuh, der seit 20 Jahren als Rettungssanitäter für das Deutsche Rote Kreuz in Alzey aktiv ist, seine Motivation fürs selbstlose Wirken in seiner Freizeit. Darüber hinaus schätzt der im Hauptberuf als Chemiearbeiter tätige Helfer die "Geselligkeit in unserer Einheit".

Die Alzeyer sind aber nicht nur mit ihrer Manpower vertreten, die im DRK-Kreisverband aktive Oldtimergruppe präsentiert eine kleine, aber feine Auswahl ihrer historischen Fahrzeuge in der typischen elfenbeinfarbigen Lackierung. "Unser alter Küchenwagen ist noch voll funktionstüchtig", erzählt Thorsten Volk, der gerade den 200-Liter-Speisenkessel im Wageninneren anheizt. Wenige Meter weiter steht ein VW-Bus aus dem Jahr 1964, auch er originalgetreu ausgerüstet mit einer mobilen Einsatzleitstelle und einer schwarzen Feldtelefonanlage. Aha! So funktionierte also das Telefonieren in früheren Zeiten, als noch lange nicht an moderne Handys zu denken war.

Das Technische Hilfswerk vom Ortsverband Wörrstadt zeigt schweres Gerät: einen sogenannten Mehrzweckkraftwagen, der in seinem Laderaum zahlreiche Geräte zur Bergung von verunglückten oder verschütteten Menschen beinhaltet. Maschinen für die eigene Stromversorgung, Atemschutzgeräte und viele weitere nützliche Apparate sind auf den Laster gepackt. Im Notfall sind die Männer vom THW bestens gerüstet. Übrigens: Von den bundesweit 80000 Mitgliedern der Hilfsorganisation sind rund 99 Prozent als Ehrenamtliche aktiv.

Bei der Deutschen Lebensrettungsgesellschaft wenige Meter weiter verhält es sich kaum anders. Auch hier sind Idealisten am Werk. Stolz zeigt Andreas Lerg, Pressesprecher des DLR-Landesverbandes, ein neues Sonar-Gerät, das es ermöglicht, optisch hervorragende Unterwasseraufnahmen zu machen und so die Rettung von in Not geratenen Menschen zu erleichtern. Auch die Polizei ist beim Ehrenamtstag präsent. Zwar sind die "Schupos" hauptberuflich beschäftigt, ja sogar Beamte, ihr Sicherheitsmobil, in dem alles Wissenswerte rund um Fragen wie Ein- bruchsschutz oder Verkehrssicherheit erörtert wird, darf aber bei so einer Präsentation der Hilfsdienste- und Organisationen nicht fehlen.

Thorsten Volk lässt Tim in den Riesentopf des Oldtimer-Küchenwagens vom DRK-Kreisverband Alzey schauen.Foto: hbz/Michael BahrVergrößern

Diesen Artikel ...

Normale Schrift Große Schrift Sehr große Schrift Schriftgröße

3 Kommentar(e) vorhanden

Lesezeichen anlegen bei ...

  • Favoriten
  • Mr. Wong
  • Del.icio.us
  • Linkarena
  • Digg
  • Webnews
  • Alltagz
  • Google
  • Yahoo

06.10.2009 ALO, dieser Kommentator ist bei uns registriert.

Wir tun es gerne auch trotz dieser anonymen Kritk!

Der unbekannte Kommentator wirft den Rettungsdiensten, also auch uns von der DLRG und den vielen Kollegen bei Feuerwehren, DRK, THW und den anderen Diensten vor, dass wir Hilfe "zwangsweise in großzügiger selbstherrlicher Dienstbeflissenheit" aufzwingen. Er reduziert uns auf "sogenannten Hilfsdienste" und beschuldigt uns, keine Menschenfreundlichkeit zu haben und Kostenersatz um jeden Preis anzustreben.

Zum Glück ist es selten, dass wir von Menschen, die sich nicht trauen, ihre Kritik auch mit ihrem Namen zu unterschreiben und dazu zu stehen, Prügel bekommen.

Ich darf ihnen sagen, trotz ihrer ungerechtfertigten und harschen Kritik: Wir tun unsere ehrenamtliche Arbeit gerne. Das wird auch Ihr Kommentar nicht ändern.

Ich darf ihnen anbieten, falls Sie den Mut aufbringen, sich aus der Anonymität heraus zu trauen, kommen Sie vorbei, reden Sie mit uns und lernen Sie die Menschen hinter den bei ihnen scheinbar so ungeliebten Hilfsdiensten kennen. Ich stehe Ihnen persönlich gerne zur Verfügung und werde mich redlich bemühen, Ihnen eine andere Perspektive auf das Ehrenamt und die ehrenamtlichen Rettungsdienste zu vermitteln. Sie finden mich bei der DLRG in Oppenheim.

Andreas Lerg
Leiter der Verbandskommunikation DLRG Landesverband Rheinland-Pfalz

05.10.2009 Dieser Kommentator ist bei uns nicht registriert.

Zum vorherigen Kommentar:

Das Lob an die ehrenamtlichen Helfer hätten Sie sich definitiv sparen können. Wenn Ehrenamtler zum Einsatz kommen dann garantiert nicht, um ihre, so wie Sie es nennen, "selbstherrlicher Dienstbeflissenheit" zu befriedigen. Sie kommen um jedem Bürger der Hilfe benötigt aus der dementsprechenden Notlage zu helfen. Das hinter dieser Hilfe enorme Kosten stecken die auch irgendwie bezahlt werden müssen sollte eigentlich klar sein. So müssen Fahrzeuge angeschafft und unterhalten werden, Geräte gekauft und gewartet werden, Kräfte ausgebildet werden und Vieles mehr! Die dabei entstehenden Kosten sind extrem hoch. Außerdem kommen auch noch Lohnfortzahlungen an evetuell betroffene Arbeitgeber vor. All diese Kosten führen dazu, das das Rettungswesen ein immenser Kostenfaktor ist. Dies dann den Ehrenamtlichen vorzuwerfen, wo diese nicht mal die Rechnungen stellen sondern deren Verwaltungen, ist eine absolute Frechheit. Ich kann für Sie nur hoffen das Ihnen nichts zustößt damit Sie nicht von den geldgierigen Ehrenamtlern abgezockt werden. Außerdem sollten Sie in Zukunft vieklleicht zuerst denken und dann erst schreiben!

05.10.2009 Dieser Kommentator ist bei uns nicht registriert.

Hilfsdienste mit Ehrenamtlichen stehen scheinbar im Vordergrund

Fraglos wären die Hilfs- und Rettungsdienste von DRK, FFW, THW etc. ohne die ehrenamtlichen Mitglieder in diesen Organisationen nicht funktionsfähig, aber wehe dem Normalbürger, der notlagebedingt diese Hilfen bei Unfällen, Bränden o.ä zwangsweise in großzügiger selbstherrlicher Dienstbeflissenheit aufgezwungen bekommt. Die anschließend präsentierten "Einsatzrechnungen" stehen in keinem Verhältnis zum durchschnittlichen Familieneinkommen der Zahlungspflichtigen. Die Rechnungsaussteller der sogenannten Hilfsdienste kennen keine Menschenfreundlichkeit - Kostenersatz um jeden Preis ist gefragt, obwohl bei jedem Jahresergebnis betriebswirtschaftlich immer ein Zuschussbedarf saldiert wird, den es möglichst niedrig zu halten gilt. Teuer, sehr teuer diese doch so ehrenamtlich geprägten Not- und Hilfsdienste

Bitte loggen Sie sich ein, um einen Kommentar zu diesem Artikel zu verfassen. Bitte registrieren Sie sich, wir wollen nach Möglichkeit keine anonymen Kommentare veröffentlichen. Die Redaktion sichtet jeden Kommentar und entscheidet, ob der Leserkommentar freigeschaltet wird. Beleidigungen, nicht nachprüfbare Behauptungen, erkennbare Unwahrheiten und/oder rassistische Andeutungen führen dazu, dass der Kommentar in jedem Fall nicht freigeschaltet wird - hier kostenlos registrieren.

... oder benutzen Sie unseren Anonym-Zugang: E-Mail-Adresse: anonym. Kennwort: anonym

Die Kommentare sind Meinungen der Verfasser.





Börse

 

Tagesgeld-Vergleich
1 Ikano Bank
2,22 %
2 Bank of Scotland
2,20 %
3 Volkswagen-Bank direct
2,00 %
4 ING-Diba
2,00 %
5 Autobank
1,77 %
Laufzeit:3 Monate; Betrag 10.000 EURO
Festgeld-Vergleich
1 Autobank
2,07 %
2 Oyak Anker Bank
2,00 %
3 Ziraat-Bank
2,00 %
4 Sparda-Bank Hamburg
2,00 %
5 BKM Bausparkasse Mainz
1,76 %
Laufzeit:12 Monate; Betrag 10.000 EURO
Ratenkredit-Vergleich
1 PSD Bank Hannover
4,91 %
2 Ikano Bank
4,99 %
3 PSD Berlin-Brandenburg
5,11 %
4 Sparda-Bank West
5,11 %
5 Onlinekredit.de
5,40 %
Laufzeit:36 Monate; Betrag 10.000 EURO
Baugeld-Vergleich
1 SKG Bank
2,84 %
2 Europa
2,86 %
3 Hypovereinsbank
2,90 %
4 Cosmos direkt
2,92 %
5 Deutsche Bank
2,94 %
Laufzeit:10 Jahre; Betrag 100.000 EURO

Wetter

Mehr Wetter

Themenabo: Denken.Lernen.Erinnern

Abstimmung

Ist die Kritik an Thilo Sarrazin und seinen Thesen berechtigt?




Videos

Sport Treff Mainz-Bretzenheim

Sonderveröffentlichungen

Specials

Svens Schnellschuss

Logo zum Special "Svens Schnellschuss"

Opel

opel

Kruschel

Flughafenausbau

Flughafen Frankfurt am Main

Klimawandel

Klimawandel

Druckbar

Foto: Jonny Lye/fotolia.com

14 Tage kostenlos Probelesen










Fuß Zurück zum Service | Zurück zu den Verlagsservices | Zurück zur Navigation | Zurück zum Inhalt | Zurück zur rechten Spalte
Ende der Seite Zurück zum Service | Zurück zu den Verlagsservices | Zurück zur Navigation | Zurück zum Inhalt | Zurück zur rechten Spalte
0.782246112823 Sekunden