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Oppenheim 

Mit Rettungsbrett im Einsatz

20.07.2009 - OPPENHEIM

Von Andreas Lerg

DLRG Oppenheimer schiebt auf Insel Langeoog Wachdienst

/LANGEOOG. Urlaub für den guten Zweck macht derzeit Max Duckwitz von der DLRG Oppenheim. Er ist als Rettungsschwimmer dort im Einsatz, wo andere ihren Sommerurlaub verbringen. Max ist derzeit freiwillig für fünf Wochen beim "Zentralen Wasserrettungsdienst Küste" der DLRG dabei und schiebt Dienst auf der Insel Langeoog.

Jährlich leisten über 6500 Retter an den Küsten von Nord- und Ostsee ehrenamtlich insgesamt rund 600000 Wachstunden im Zentralen Wasserrettungsdienst. Die örtlichen Kommunen stellen Unterkunft und Verpflegung, und die aus der ganzen Bundesrepublik kommenden Rettungsschwimmer bekommen ein Taschengeld von fünf Euro pro Tag. Max erklärt: "Wir machen an sieben Tagen die Woche Wachdienst von 9 bis 17 Uhr. Badezeit ist immer drei Stunden vor Hochwasser, also der auflaufenden Flut der Nordsee, bis zum Hochwasser. Vor und nach der Badezeit, also während der Ebbe, haben wir Erste Hilfe-Bereitschaft." Zu den Aufgaben der DLRGler gehören die Überwachung des Badebetriebes, rettungsschwimmerische Einsätze, Sanitätseinsätze, Vermisstensuche und auch die Unfallprävention.

Langeoog hat zwar nur rund 2000 Bewohner, aber 11000 Gästebetten. Pro Saison begrüßt die Insel 194000 Übernachtungsgäste und 180000 Tagesgäste. Die Besucher schätzen vor allem die Ruhe und gute Luft, denn die Insel ist komplett autofrei. Und in der Saison geht es dann auch richtig rund für die DLRG, denn vor allem an den Wochenenden sind die Strände voll. Max und die anderen Rettungsschwimmer hatten bisher schon etliche kleinere und größere Einsätze, wie Max berichtet: "Dutzende Male haben wir Eltern geholfen, ihre verlorenen Kinder wieder zu finden. Wir haben Platz- und Schnittwunden versorgt oder Verätzungen durch Quallen. Wir hatten eine Patientin, die am Strand einen Schlaganfall erlitt und nach der Erstversorgung durch uns mit dem Rettungshubschrauber in eine Klinik gebracht wurde. Und mit dem Rettungsbrett habe ich eine voll bekleidete und in Panik geratene Person aus dem Wasser geholt."

Für Max macht sich die gründliche Ausbildung in der DLRG Ortsgruppe Oppenheim jetzt bezahlt, beispielsweise im Sanitätsdienst. Der Zentrale Wasserrettungsdienst Küste wird von der DLRG auf Bundesebene seit Jahrzehnten organisiert und betrieben und profitiert von der Ausbildung und den Fähigkeiten der DLRGler, die an die Küste zum Wachdienst kommen.

Aber natürlich gibt es nach dem Dienst auch genug Freizeit. Max beschreibt: "Abends in der Unterkunft kochen wir gemeinsam, wir spielen Volleyball, Tischtennis oder Billard, gehen Spazieren oder fahren zusammen eine Runde Fahrrad und schauen uns die Insel an." Viele der jungen Menschen, die sich beim Wachdienst an der Küste engagieren, schätzen, dass man Gleichgesinnte kennenlernt, Freundschaften knüpft und Spaß zusammen hat. Auf Langeoog ist der Badestrand in drei Abschnitte mit jeweils einem Wachturm eingeteilt. Jeder Wachturm ist mit drei Wachgängern besetzt und mit umfangreichem Einsatzmaterial ausgerüstet, das vom Fernglas bis zum Sauerstoffbeatmungsgerät reicht. Ende Juli kommt Max dann, sicher um etliche Erfahrungen reicher, wieder zurück an den Rhein. Dort schiebt die DLRG Oppenheim derzeit wie jedes Jahr am Oppenheimer Strandbad jeweils sonntags bei Badewetter ehrenamtlich Wachdienst.

Vom Wachturm aus hat der Oppenheimer DLRGler Max Duckwitz Strand und Wasser von Langeoog im Blick.Foto: privatVergrößern

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