Den Weg in den Beruf ebnen
02.07.2010 - NIERSTEIN
Von Hans-Willi Blum
AUSBILDUNG Infobus besucht Realschule
„Unser Ziel ist es, in 45 Minuten einfach mal Interesse für das Thema zu wecken“, stellt Viktor Piel von der Industrie- und Handelskammer Rheinhessen (IHK) kurz und knapp fest. Er machte gestern mit dem Berufsinformationsbus an der Niersteiner Realschule plus Halt und stellte sich in den Dienst der Achtklässler der Schule. Unter dem Motto „Ausbildung bringt’s“ einer Medienpartnerschaft, die von der IHK, der Handwerkskammer Rheinhessen und der Allgemeinen Zeitung initiiert wurde und von namhaften Ausbildungsbetrieben der Region unterstützt wird, geht es darum, auf Jugendliche zuzugehen, die demnächst die Entscheidung zwischen Schule oder Ausbildung zu fällen haben. Da zurzeit mehr offene Ausbildungsplätze als Bewerber existieren, soll Überzeugungsarbeit geleistet werden. Wobei Piel betont, dass eine jetzige Entscheidung für eine Ausbildungm keineswegs als Einbahnstraße zu verstehen sei. „Berufsausbildung, eine Note von 2,5 oder besser und zwei zwei Jahre Berufspraxis berechtigen zum Fachhochschul- oder Hochschulstudium“, betont der IHK-Mann.
Mitgebracht hat Piel auch die beiden Mitarbeiter der Handwerkskammer Rheinhessen, Rosalinde Stauch und Bernhard Janson. Sie stehen den Schülern zur Seite, wenn es darum geht, Berufsinhalte zu überschauen, sich sachgerecht zu bewerben oder einen Praktikumsplatz zu finden. „Und wir machen uns mit dem Bus bekannt, die Schüler sollen wissen, wen sie bei der Handwerkskammer ansprechen können. Wobei wir Schüler, Eltern und Lehrer beraten“, macht Stauch deutlich. „Wir können auch zu ausbildungsintegrierenden Studiengängen beraten“, nimmt sie einen Faden von Piels Ausführungen auf. Die Ausbildungs-Matcherin und der Ausbildungs-Berater stellen auch die Kontakte zwischen Bewerbern und Firmen her, wobei sie von vorneherein darauf achten, dass die beiden Seiten auch zusammenpassen könnten. Ihnen ist wichtig, „dass Eltern wissen sollten, dass sich Schüler zeitig mit der Ausbildungsentscheidung beschäftigen sollten - und Praktika bieten die beste Entscheidungshilfe“.
Die an der Realschule für den Besuch des Busses mit seinem Programm zwischen Quiz und Bewerbungstraining zuständigen Lehrer Matthias Merz und Joachim Sonderling, überlegen, ob sie dieses Angebot nicht grundsätzlich in das berufsvorbereitende Programm aufnehmen sollen - zumal mit Blick auf die gerade erst bekannt gegebene Erweiterung um einen Fachoberschulzweig.

