Von Andreas Lerg
HOCHWASSERSCHUTZÜBUNG DLRG Oppenheim muss Vereinsheim räumen
Für die DLRG Oppenheim begann die große Hochwasserschutzübung der Verbandsgemeinde bereits am Freitagnachmittag. Da die neue Hochwasserschutzmauer in Oppenheim zum Leidwesen der Wasserretter nicht hinter, sondern vor der Rettungsstation der DLRG Oppenheim errichtet wurde, stand für die Ortsgruppe die Evakuierung der Rettungsstation auf dem Programm.
"Da die Mauer im Hochwasserfall geschlossen wird und unser Vereinsheim dann kniehoch unter Wasser steht, müssen wir vor der Schließung der Mauer mit allem Material evakuieren", erläuterte DLRGler Stephan Pilz. Daher wurden am Freitag nicht nur Fahrzeuge und Boote, sondern auch Unmengen Material und Gerätschaften verladen - von Sanitätsrucksäcken über Werkzeug und Ersatzteile aus der Werkstatt bis hin zu Notstromaggregaten und Tauchgeräten. Die Sachen wurden dann in die von der Verbandsgemeinde für diesen Evakuierungsfall bereitgestellte Notunterkunft in Gestalt der Turnhalle der Niersteiner Grundschule gebracht.
VG-Bürgermeister Klaus Penzer erläuterte auf der Pressekonferenz zur Hochwasserübung in der Dalheimer Leitstelle zu diesem Vorgang: "Leider konnten wir der DLRG als Verbandsgemeinde bezüglich des Baus der Mauer nicht helfen, weil das ein Projekt des Landes war und hier auch finanzielle Aspekte eine Rolle spielten. Aber wir konnten helfen, indem wir der DLRG im Falle, dass die Mauer geschlossen wird, die Turnhalle der Niersteiner Grundschule als Ausweichquartier anbieten."
Der Technische Leiter der DLRG, Stefan Seeber, beschrieb die Schwierigkeiten der Evakuierung: "Wir haben uns im Vorfeld mehrfach getroffen, um festzustellen, was alles mitgenommen werden muss. Dann haben wir Pack- und Ladelisten erstellt. Diese gründliche Vorbereitung hat sich gelohnt, denn nach weniger als zwei Stunden hatten wir alles evakuiert und in die Turnhalle gebracht."
Die Wasserretter übernachteten auch in der Notunterkunft und gingen am Samstag dann von dort aus zur Hochwasserübung in den Einsatz.


Hochwassermauer und ihre (verursachten) Kosten
Die DLRG hat Alles versucht, die Hochwassermauer hinter das Haus zu bekommen. Bis Ministerpräsident Kurt Beck sich für das Ehrenamt bedankt hat, sich aber gleichzeitig gegen die Umlegung ausgesprochen hat, hatten wir noch Hoffnunf, unser Ziel zu erreichen. Die Kosten würden das Budget übersteigen! Aber dann für das doppelte Geld die Fläche zwischen Total Tankstelle und DLRG sanieren, den Bunker ausgraben und mit Beton zu verfüllen, dafür hat´s dann doch gereicht. Danke!
Trotz Allem, wir lassen uns nicht entmutigen, Einsätze und Übungen haben es gezeigt. Wir bleiben, dank der Hilfe der VG auch in Hochwasserlagen einsatzbereit.