Hoffnung für 400 Mitarbeiter: Mainzer Westdeutsche Immobilienbank wird nicht zerschlagen
04.07.2012 - MAINZ
Von Ralf Heidenreich
Hoffnung für die Mainzer Westdeutsche Immobilienbank (Westimmo): Die rund 400 Mitarbeiter zählende Bank (davon circa 250 am Sitz in Mainz) wird nicht zerschlagen, sondern kann auch künftig als Einheit weitergeführt werden. Wie diese Zeitung aus gut informierten Unternehmenskreisen weiter erfuhr, ist im Rahmen der Vereinbarungen rund um die Zerschlagung der WestLB festgelegt worden, dass nicht nur die einzelnen Kreditportfolios der Westimmo in die Abwicklungsanstalt EAA überführt werden, sondern die Bank als Ganzes – samt Mitarbeiter. Mit einer offiziellen Bekanntgabe sei in Kürze zu rechnen, hieß es weiter.
Der Komplett-Übergang war ein zentrales Ziel der Arbeitnehmervertretung, sah man doch darin eine entscheidende Zukunftsoption für das Mainzer Institut. Mit eine kompletten Westimmo, so die Strategie, könne die Bank auch in der EAA in begrenztem Umfang eigene Geschäfte machen und so weiter nach einem Käufer Ausschau halten. „Ohne den Komplett-Übergang hätte die Westimmo keine Option mehr auf die Zukunft gehabt“, hieß es in Arbeitnehmerkreisen. Zuvor hatte man fast zwei Jahre vergeblich nach einem Käufer Ausschau gehalten. Nun sehen Insider die Chancen wieder steigen.
In die EAA kommen alle Unternehmensteile der WestLB, die bis zum Stichtag 30. Juni, dem Tag der Zerschlagung des einst mächtigen Landesbankkonzerns, nicht verkauft werden konnten. Ende Juni ist die WestLB nach einer langen und milliardenschweren Affäre um Fehlspekulationen in mehrere Teile zerschlagen worden. Ein Teil soll unter dem Namen Portigon als Servicegesellschaft und Verwalterin von Krediten und Wertpapieren eine Marktnische erobern.


