Stolz auf neue Räume
11.01.2011 - OBER-OLM
Von Gisela Zurmühlen
VEREINSHEIM SV Ober-Olm realisiert Anbau dank Eigeninitiative und Ehrenamtsförderung binnen eines Jahres
„2011 dreht sich endlich wieder alles um den Sport!“ Dieser Ausspruch von Stefan Wink, Erster Vorsitzender des SV Ober-Olm, mag verdeutlichen, wie froh der Verein ist, den Anbau seines Vereinsheims binnen eines guten Jahres gemeistert zu haben. Dank der Ehrenamtsförderung des Kreises, der das Projekt mit 50 000 Euro bezuschusste, und der beachtlichen Eigenleistung der Fußballer, die neben Ideen, Fachkompetenz und Muskelkraft viel Zeit investierten, musste der SV nur rund 30 000 Euro aus eigenen Mitteln zuschießen, um die Aufstockung des Gebäudes zu finanzieren. „Das war eine Chance, die wir nicht vorbeigehen lassen durften“, sagt Wink eindringlich und macht klar, wie dringend der Vereinsbetrieb die neuen Räume benötigt, da der Sportverein räumlich an seine Grenzen stieß.
Vorhandenes Gebäude kernsaniert
Denn der Spielbetrieb läuft auf dem 2003 entstandenen Kunstrasenplatz erfolgreich mit 15 Mannschaften - von den Bambini über die Jugend-, Damen- und Herrenmannschaften. Die Mannschaftskabinen platzen jedoch aus allen Nähten und es gab lediglich einen fensterlosen Besprechungsraum im Untergeschoss der Vereinsgaststätte.
Dies hat sich gründlich geändert. Der in den 80er Jahren ebenfalls in Eigeninitiative entstandene einstöckige Bau, der Küche, Geschäftsstelle und einen Unterstand für den Traktor beherbergte, wurde bis auf die Mauern entkernt. Wobei die Abrisshelfer unter dem schrägen Flachdach etliche Fundstücke aus der 90-jährigen Vereinsgeschichte zutage förderten. Ein etwa 80 Quadratmeter großes Obergeschoss wurde aufgesetzt, das über eine Holztreppe erreichbar ist und Platz bietet für einen großzügigen Vereinsraum mit kleiner Küchenzeile, Tischen und Stühlen samt technischer Ausstattung mit Leinwand und Beamer. Seine Feuertaufe hat er mit dem Schauen etlicher WM-Spiele („das war die inoffizielle Inbetriebnahme…“), Mannschaftssitzungen und Weihnachtsfeiern längst bestanden. Zusätzlich hat die Geschäftsstelle dort ihr Büro für Verwaltungsarbeiten und Archiv bezogen.
Mannschaften halfen beim Anstrich
Die Küche im Erdgeschoss wurde kernsaniert und eine Toilette installiert. Da das Obergeschoss einen auf Pfeilern ruhenden Überstand von einem guten Meter hat, ist vor dem Gebäude eine überdachte Fläche entstanden, und so kann künftig der Ausschank bei Spiel- und Turniertagen auch bei widrigen Wetterverhältnissen im Trockenen stattfinden.
„Im Frühjahr 2009 startete die Planung, in die Statiker und Bauingenieure aus dem Verein ihre Ideen einbrachten. Im August begannen die Bauarbeiten und im November 2010 konnten wir Einweihung feiern“, blickt Wink auf die Bauphase zurück, die dank zuverlässiger, fachkundiger Helfer aus den eigenen Reihen sowie ortsansässiger Handwerker zwar „viel Energie kostete“, jedoch ohne Probleme über die Bühne ging. Ausräum- und Abrissarbeiten, Sanitär- und Elektroinstallationen erledigten eigene Kräfte, der Außenanstrich wurde „mit allen Mannschaften“ gestemmt.
Der Verein hat also allen Grund, positiv in die Zukunft zu schauen. Der für die Vereinsarbeit wichtige Raum ist geschaffen, und für 2011 ist der Umbau des alten Besprechungsraumes in Mannschaftskabine und Lagerraum geplant. „Auch energetisch sind die Gebäude gut aufgestellt. Was uns noch fehlt, sind stapelbare Tische und Stühle. Es wäre toll, wenn jemand solches Mobiliar günstig abzugeben hätte“, hofft Wink auf eine Gelegenheit, den Raum modern ausstatten zu können.

