Panzer, Dreizack oder Feenstaub
22.02.2012 - NIEDER-OLM/ZORNHEIM/OBER-OLM/NACKENHEIM
UMZÜGE In Nieder-Olm, Zornheim, Ober-Olm und Nackenheim zeigt sich, wie vielseitig das närrische Arsenal sein kann
(wna/mr/m). Endspurt bei den Narren: Gestern schlängelten sich Fastnachtsumzüge durch Nieder-Olm, Zornheim, Ober-Olm und Nackenheim.
Pünktlich um 14.11 Uhr setzte sich der Umzug in Nieder-Olm unter besten äußeren Bedingungen in Bewegung. „Fastnachtsdienstag, der Zug rollt“, war auf dem ersten Wagen zu lesen. 1 300 Narren, darunter zehn Musikgruppen, nahmen teil, bestens von Zugmarschall Jürgen Kolb organisiert. „Es ist die Generalprobe für das kommende Jahr, wenn der NOCC sein 125-jähriges Bestehen feiert“, meinte Kolb.
Schiff „Olivia“ mit Popeye an Bord
Schon in diesem Jahr waren tolle Motivwagen in Nieder-Olm vertreten. Das Schiff „Olivia“ mit Popeye an Bord war der einzige Motivwagen über neun Meter, der nicht mit Motorkraft bewegt, sondern von Narren gezogen wurde. Die Bockenheimer Spassköpp, angeführt von Felix Müller und Franz Schmidt, brachten das „Moulin Rouge“ nach Nieder-Olm. „Wir waren schon bei den Nachtumzügen in Wendelstein und Bockenau, doch hier in Nieder-Olm ist der Geist der Mainzer Fastnacht deutlich spürbar“, freute sich Schmidt.
Auch zwischen den Motivwagen ging es bunt und farbenprächtig zu. Die 41 Narren des „Wilden Weinbergs“, verkleidet als griechische Götter, waren vom Olymp herabgestiegen um „Nur mal schnell die Welt zu retten“. Farbenfroh und krass war das Stimmungsballett „Seccosisters“.
Eine riesige Abordnung schickten die Chaote aus Klein-Winternheim. 50 Cheerleader und 40 Musiker in roten Fellkostümen setzten dabei die Reizpunkte für Aug’ und Ohr. Ein riesiges Spektakel, doch der Aufwand war es wert, schließlich säumten mehrere Tausend gutgelaunte Besucher den Wegesrand.
Die Narren lachten mit der Sonne um die Wette beim Zornheimer Fastnachtsumzug. Ausgelassene Stimmung herrschte in den mit bunten Ballons und vierfarbbunten Fahnen geschmückten Straßen, in denen viele toll kostümierte Zuschauer auf den aus 20 Nummern bestehenden Zug warteten. Unzählige Helaus und fast genauso viele Süßigkeiten wurden unters närrische Volk gebracht.
Und dass Werfen genauso schön ist wie Fangen, zeigte sich in den fröhlichen Gesichtern der Kinder von der Kita, die in den originellen, selbst gebastelten Raketen- und Schmetterlingskostümen unter dem Motto „Kinder der Lüfte“ mitmarschierten und eifrig damit beschäftigt waren, ihr Popcorn loszuwerden. Dass in einer Milchkanne nicht unbedingt Milch drinnen sein muss, sondern dass sich auch als ein Bonbondepot eignen kann, bewies eine „Bäuerin“ von den Landfrauen. Andere hatten sich als Kühe oder Schafe verkleidet und auf einem Wagen zogen sie ein Papppferd mit sich. Die „Schnuggelscher“, eine der sechs CVZ-Tanzgruppen, kamen als Zigeunerinnen, der Lautern-Fan-Club als rote Teufel, die Mommenheimer Ballettmädchen als Meerjungfrauen.
Märchenland mit Prinzen, Feen und Zwergen
Die KLJB entführte in ein Märchenland, in dem das hässliche Entlein, der Froschkönig, Zwerge, Feen, Prinzen und Prinzessinnen auch lauthals Helau rufen. Trommler aus Mommenheim und Ebersheim, die Guggemusik „Meenzer Rhoigeister“ und die bunten Clowns von den Musikfreunden Zornheims brachten die Fastnachter auch musikalisch in Stimmung.

