Winzer auch auf dem Wasser standfest
20.07.2010 - NACKENHEIM
Von Werner Baum
SCHIFFERSTECHEN Stammtisch zum vierten Mal Sieger / 1200 Besucher bei Inselfest auf der Kisselwörth
Sonne, weiße Wolken und angenehme 26 Grad begleiteten das Fest der Nackenheimer DLRG auf der Insel Kisselwörth. An der Rettungsstation der Lebensretter herrschte zwei Tage munteres Treiben. An zwei Tagen transportierte das THW Mainz und Bingen mit dem Ponton rund 1 200 Besucher über den Mühlarm.
Der Höhepunkt war wieder das Schifferstechen am Strandbad. Der Stammtisch der Winzer mit Weingärtnern aus Nackenheim, Bodenheim und Nierstein konnte zum vierten Mal den Titel gewinnen. Zum siegreichen Team zählten Peter Dietrich, Thomas Bernhard, Reinhard Petry, Michael Kern und Hans Wehrheim. Den zweiten Platz belegten die Jebiga Boys aus Wiesbaden und auf Platz drei kam die Mannschaft „Die Trockner“ aus Bodenheim. Mit von der Partie waren auch die „All Inns“, der Nackenheimer Kerbejahrgang, die Bodenheimer Eltro Power und die „Wilden Stecher“. Die Moderation der zweitägigen Ausscheidungen hatte Helmut Sudrow durchgeführt. Im Schiedsgericht beobachteten Werner Deibert und Thomas Krebs die Kämpfe.
Bei der Siegerehrung lobte Ortsbürgermeister Heinz Hassemer das Engagement der DLRG. Auch die kleinen Besucher konnten Spannendes erleben. Unter der Leitung von Heike Gerhard und Rita Sudrow wurde die Zeit für die Kids mit Spielen, der Schatzsuche und Kinderschminken nie langweilig. An der Kuchentheke boten die DLRG-Damen leckere Kuchen und Torten an. Beschwingte Melodien brachten dem Musikzug „Die Haubinger” aus Mainz viel Beifall.
Bereits am Samstag begann die Vorrunde zur Ermittlung der Champions für das Finale der Schifferstecher. Stimmungsvoll verlief der Karaoke-Abend . Die musikalische Begleitung lieferte Alfred Wilhelm. Dank richtete Christoph Heyming an die DLRG Nierstein, die wieder zwei Spezialkähne für das Schifferstechen zur Verfügung stellte. Das THW mit Besatzungen aus Mainz und Bingen sei zwei Tage pausenlos über den Mühlarm gefahren, um die Passagiere zur Insel und zurück zu bringen.
Vom Ursprung des Schifferstechens wissen die Zuschauer wenig. Sie sehen das Ereignis als ein besonderes Spektakel an. Die Streitigkeiten unter den Fahrensleuten sollen sich im Mittelalter ereignet haben. Damals ging es um die günstigsten Liegeplätze im Rhein. Der letzte Ausweg war ein Streit mit Eisenstangen. Heute werden natürlich solche Gegenstände nicht mehr verwendet. Abgefederte Leichtmetallstäbe bannen eventuelle Verletzungen. Genaue Spielregeln müssen beachtet werden. Standfestigkeit und Geschicklichkeit werden von den Teilnehmern auf dem schmalen Brettern der Nachen gefordert.

