Wenn 90 Stimmen Gospel singen
29.04.2010 - LÖRZWEILER
Von Margit Dörr
KONZERT MGV Concordia mit vielseitigem Repertoire / Erfolgreiche Premiere für neuen gemischten Chor
Zum Jahreskonzert hatte der MGV Concordia 1898 in die Hohberghalle eingeladen. „Ich bin stolz, dass wir heute ein gemeinsames Konzert geben können“, sagte die Erste Vorsitzende Nikola Neig. Denn zum ersten Mal präsentierte sich der Männerchor gemeinsam mit dem seit zweieinhalb Jahren bestehenden gemischten Chor „POPconCHORdia“. AZ-Mitarbeiterin Margit Dörr singt selbst im Chor mit und schildert den Abend aus ihrer Sicht: „Als unsere 45-köpfige POPconCHORdia mit Chorleiter Tobias Theisen als erster Chor auf der Bühne stand und mit dem Mottolied „What a wonderful World“ in der bis vollbesetzten Halle das Konzert eröffnete, wussten alle, wofür wir monatelang geprobt hatten. Der begeisterte Applaus, mit dem sich das Publikum danach auch für Elvis Presleys „Can’t help falling in love“ bedankte, gab den Sängerinnen und Sängerinnen immer mehr Sicherheit.
Unter der Leitung von Marcel Rudszeck brachte der Lörzweiler Männerchor mit Liedern wie „Der Hammerschmied“ beliebtes traditionelles Liedgut zu Gehör. Songs wie „Conquest of Paradise“ und die gar nicht leichte Interpretation von Herbert Grönemeyers „Männer“ bewiesen die Öffnung der Sänger fürs Moderne und erhielten dafür viel Beifall. Der Frauenchor vom MGV Sängerlust 1861 / 1908 Schornsheim überzeugte unter der Leitung von Steffen Paulick mit Liedern aus dem schwedischen Film „Wie im Himmel“. Die Klavierbegleitung hatte Alice Ebling inne.
Stimmgewaltig zeigten sich die 28 Sänger des Männerchores vom gleichen Verein. Das Publikum mitreißend boten sie mit ihrem temperamentvollen Dirigenten Frank Linnerth die Gospels „Rock my Soul“ und „Rivers of Babylon“ dar. Ein Höhepunkt war die Darbietung von „Oh happy day“. Es war ein tolles Erlebnis, mit über 90 Sängerinnen und Sängern - beide Schornsheimer Chöre und die POPconCHORdia - das weltbekannte Gospel zu singen und zu spüren, wie der Funke auf die Zuhörer übersprang.
Ein „modernes und lebendiges Kaleidoskop ihrer musikalischen Highlights“, wie es Moderator Steffan Haub formulierte bot der Popchor des Harxheimer Gesangvereins „Frohsinn“. Auf Einladung von Chorleiterin Elke Zörntlein sang das Publikum bei „Where’s your momma gone“ gut gelaunt mit. Dem Harxheimer Chor gebührt ganz besonderer Dank, denn er sprang kurzfristig für die Bodenheimer „Free Voices“ ein. Sie mussten absagen, weil Dirigent Michael Christ wegen des Vulkanausbruchs in Island mit den Mainzer Hofsängern in Amerika festsaß. Nach einem Medley aus der „Flower Power“-Zeit verabschiedeten sich die beiden Lörzweiler Chöre noch einmal gemeinsam mit „What a wonderful World“. Fazit: Der große Beifall, viele Gratulationen nach dem Konzert und der eine oder andere geäußerte Gedanke, auch einmal in die Singstunde zu kommen, sind neben der eigenen Freude am Singen der schönste Dank nach einem solchen Konzert.“

