Von Katharina Bruch
FRIEDENSKIRCHE Mombacher haben ihr Ziel mit dem 99. Stifter Wolf Heinzel erreicht
2008 hatte die Stiftung der Friedenskirche in Mombach mit 25 000 Euro Startkapital begonnen, nun erreichte sie ihr Ziel von 100 000 Euro.
Möglich machte es der Mombacher Architekt Wolf Heinzel, der sich beim Kirchenfest zum 100-jährigen Jubiläum im vergangenen Monat bei den Stiftungsratsmitgliedern Gerhard Grimm und Hanne Schwind nach dem finanziellen Stand erkundigt hatte. Als der auch im Kirchenvorstand Aktive erfuhr, dass noch 300 Euro zum Stiftungsziel fehlten, entschloss er spontan: „Das mache ich. Die 100 000 mache ich voll“, erzählt Heinzel, der nun einer von 99 Stiftern ist.
„Dass so viele Mombacher Stifter geworden sind, obwohl unser Stadtteil sicherlich nicht zur Finanzprominenz gehört, hat uns wirklich gerührt“, betont Pfarrer Stephan Müller-Kracht. „Stifter“ wird man mit 250 Euro, ab 500 Euro gehört man auch der Stiftungsversammlung an und hat ein Stimmrecht.
Neben den 99 Stiftern, unter denen 40 stimmberechtigt sind, seien momentan auch 80 Mombacher angehende Stifter, erläutert Grimm. „Es ist auf finanzielle Weise eine Liebeserklärung an unsere Jugendstilkirche, deren Schönheit wir mit der Stiftung für die nächsten Generationen erhalten wollen“, erklärt Müller-Kracht.
Das historische Gebäude sei auch Motivation für den Architekten Heinzel gewesen. „Die Friedenskirche ist ein einmaliges Jugendstilgebäude in Mainz. Dass so etwas bestehen bleiben muss, ist klar“, betont er.
Wie Grimm erläutert, wird dabei das Stiftungskapital unangetastet bleiben. Allein die Erträge aus der Anlage des Kapitals seien für Sanierungsarbeiten und andere Projekte vorgesehen. Aktuell stehe die Finanzierung von zwei weiteren Abendmahlskelchen an, erklärt Müller-Kracht, da die historischen zwei Kelche, die Großherzog Ernst Ludwig 1911 bei der Einweihung als Geschenk mitbrachte, mittlerweile beim Abendmahl nicht mehr ausreichten. Obwohl das Stiftungsziel mit den 100 000 Euro nun erfüllt ist, wird die Stiftung auch in Zukunft nicht ruhen, das Kapital zur Erhaltung der Kirche weiterhin aufzustocken. „Dass wir das erreicht haben, motiviert uns“, betont Müller-Kracht.

