GENERALVERSAMMLUNG Genobank zieht positive Bilanz / Wachsende Einlagen, steigendes Kreditvolumen
(bki). Das unverantwortliche Handeln mit Milliardensummen überlässt die Genobank Mainz nach eigenen Angaben lieber der großen Konkurrenz. Das vergleichsweise kleine Kreditinstitut konnte seinen Kunden auf der 157. Generalversammlung am Donnerstag im großen Saal des Mombacher Turnvereins wohl unter anderem aus diesem Grund fast durchweg positive Nachrichten verkünden. Das Festhalten der Bank an Nachhaltigkeit wurde auch im vergangenen Geschäftsjahr mit steigenden Kreditvolumina und Einlagen belohnt.
Letztere wuchsen in 2010 um 5 217 Euro auf nun 157 231 Euro, was die Vorjahresbilanz der Genobank auf 188 859 Euro schraubte. Die bilanziellen Kundeneinlagen erhöhten sich hingegen um 5,8 Millionen Euro auf nunmehr 159,7 Millionen Euro. Als Grund für den Anstieg der täglichen wachsenden Einlagen sieht der Vorstand der Genobank das Interesse der Kunden an kurzfristigen und liquiden Produkten vor dem Hintergrund des derzeit niedrigen Zinsniveaus.
Aufgrund dessen verbuchte die Genobank auch eine Steigerung des Zinsüberschusses um 15,3 Prozent. Das Provisionsergebnis legte um 822 000 Euro zu, die Verwaltungsaufwendungen um 0,9 Prozent, der Jahresüberschuss vor Steuern liegt mit 1,8 Millionen Euro über dem Vorjahreswert von 1,5 Millionen Euro. Die gute Entwicklung an den Kapitalmärkten sorgte dafür, dass das Wertpapiervermögen um 2,1 auf 45,5 Millionen Euro erhöht werden konnte. Als Jahresüberschuss nach Zahlung der Steuern weist die Genobank einen Betrag von rund 1,3 Millionen Euro aus.
Wie bereits in den Vorjahren ist eine Dividendenzahlung in Höhe von 5,25 Prozent an die Mitglieder vorgesehen. Der Bilanzgewinn wird mit einer Summe von 994 804 Euro ausgewiesen. Das bilanzielle Eigenkapital beträgt nach Zuführung der Rücklagen mit Zustimmung durch die Generalversammlung rund 17 Millionen Euro.
Die Genobank rechnet weiterhin mit einem soliden Kreditwachstum sowie einer moderat steigenden Einlagenentwicklung. In 2011 erwartet das Kreditinstitut keine wesentlichen Bewertungsbelastungen aus Eigenanlage und Kreditgeschäft. Ein ordentliches Eigenkapitalpolster ermögliche nach wie vor die Kreditvergabe an Mitglieder und Kunden, so der Vorstand. Im Rahmen der Generalversammlung wurden die beiden Aufsichtsräte Erwin Wollstädter und Karl Johannes Reitz wieder gewählt. Vorstand und Aufsichtsrat wurden einstimmig entlastet.

