(red). Der Arbeitskreis Umwelt Mombach kritisiert die Planungen und Voruntersuchungen des Landesbetriebs Mobilität (LBM), die beim Erörterungstermin am vergangenen Dienstag für den ersten Planungsabschnitt für die A 643 besprochen wurden. Die Antworten auf die Einwendungen der Bürger seien nach Meinung des Vereins vielfach nur formelhaft und oberflächlich gewesen. Auch die detaillierten Hinweise auf eine Gefährdung der Nahrungsflächen der Weißstörche seien von den Behörden nicht aufgegriffen worden. Die Weißstörche sind seit 1997 Brutvögel in der Mombacher Rheinaue. Dieses Argument habe der LBM mit einer Internet-Recherche versucht zu entkräften. Ein weiterer Kritikpunkt des Umweltvereins: Selbst in der Umweltverträglichkeitsstudie finde sich kein Hinweis auf den Kammmolch als Art der Mombacher Rheinaue.
Auch mit den Erklärungen des Landesbetriebs zu den möglichen Beeinträchtigungen des europaweit einzigartigen Naturschutzgebiets Mainzer Sand sei der Arbeitskreis nicht einverstanden. Fragen hätten im Rahmen des aktuellen Termins nur am Rande erörtert werden können.

