Teigfladen sind der Renner
21.05.2010 - MOMBACH
BAUERNMARKT Mombacher Kindertagesstätten präsentieren sich international
(MH). Ein voller Erfolg war die sechste Auflage des Internationalen Mombacher Bauernmarktes, der gestern mehrere hundert Besucher auf den Platz vor der Ortsverwaltung lockte.
„Über die Resonanz haben wir uns sehr gefreut“, resümierte Mitorganisatorin Regina Harasta die Veranstaltung, die von den drei städtischen Kindertagesstätten Mombach West Haus I und II sowie Hauptstraße und der evangelischen Kindertagesstätte am Pestalozziplatz organisiert worden war. „500 bis 600 Euro als Reinerlös bleiben bestimmt hängen.“ Rund um den „Fra-Bohnebeitel-Brunnen“ boten Kinder, Eltern und Mitarbeiterinnen der Kitas an sechs Verkaufsständen typische Produkte der Mombacher „Bauern“ und Geschäfte an, außerdem einen Marktimbiss mit internationalen Spezialitäten, Kaffee, Kuchen und Erfrischungsgetränken.
„Zum Teil haben die Kinder die Sachen mit den Erzieherinnen selbst hergestellt, zum Teil waren es Spenden der ortsansässigen Handwerks- und Handelsbetriebe“, erläuterte Ortsvorsteherin Dr. Eleonore Lossen-Geißler (SPD). Die drei örtlichen Floristikläden etwa hatten Pflanzen und Blumen gespendet, die Bäckerei Schwind Brotwaren locker gemacht. Darüber hinaus reichte die Palette von kleinen Schätzen aus dem Kräutergarten über leckere Muffins bis zu selbstgemachter Marmelade.
„Ich habe Erdbeer-Rhabarber-und Holunder-Gelee und auch etwas Kuchen eingekauft“, verriet Stammbesucherin Sofia Müller, in deren Augen der Bauernmarkt „gewiss eine gute Sache ist“. Der große Renner aber war der Gözleme-Stand. Hier backte Tülin Caliskan, interkulturelle Fachkraft der Kita am Pestalozziplatz, mit anderen türkischen und marokkanischen Müttern in einer landestypischen Pfanne namens Caci eifrig dünne Teigfladen, die mit Spinat und Schafskäse gefüllt und für zwei Euro verkauft wurden. „Eine türkische Spezialität, die aus der Hand gegessen wird“, erläuterte Mutter Havva Sir. Sinn und Zweck des Marktes sei es, das soziale und kulturelle Leben im Stadtteil zu erfrischen. Laut Hubert Tratzky, Leiter der Kita Mombach West, Haus I, beteiligten sich von Türken über Kroaten bis hin zu Senegalesen mehr als ein Dutzend Nationen.
„Wir wollen als Kindergärten nach außen tragen, dass wir in unserem Stadtteil eine sehr bunt gemischte Gemeinschaft sind und das als Bereicherung erleben“, betonte Diplom-Sozialpädagogin Harasta. „In Mombach sind die sozialen Einrichtungen aktiv und gut vernetzt.“ Durch das Bund-Länder-Programm „Soziale Stadt“ habe das Ganze noch einmal einen Rahmen bekommen.

