Hochbetrieb im Tierheim
27.04.2010 - MOMBACH
Von Simon Kruschinski
OFFENE TÜR Viele Gäste bei Aktionstag
Am Sonntag öffnete das Tierheim in der Zwerchallee 13 seine Pforten zum Tag der offenen Tür. Mehrere Hundert Besucher drängten sich durch das belebte Tierheim, in dem mit Informationsständen, Essensständen und einem Flohmarkt ein erlebnisreiches Familienfest gefeiert wurde. Und die über 300 tierischen Bewohner des Heims nutzten den Tag als eine willkommene Gelegenheit, das ein oder andere Besucherherz höher schlagen zu lassen. Ganz besonders Kinder erfreuten sich an den miauenden und bellenden Tieren.
So auch die achtjährige Marlene Müller und ihre neunjährige Freundin Carolin Helmker. Sie hatten sich eigenständig in ihrem Wohngebiet, in der Schule und bei Freunden auf die Suche nach Spendern für Tiere in Not gemacht. Am Sonntag konnten sie ihre eifrig gesammelte „Beute“ an die Tierärztin Dr. Dominique Strauß-Theis überreichen, die seit Januar in der Tierarztpraxis für den Mainzer Tierschutzverein tätig ist. Aber nicht nur die Kleinen kamen im Tierheim auf ihre Kosten.
Der Vater der achtjährigen Lea Marie Trox hatte zunächst eigentlich gar keine Lust gehabt, mit ins Tierheim zu kommen, änderte seine Meinung vor Ort dann aber schnell. „Vor allem die breite Palette an Informationsangeboten an den Ständen und die saubere Haltung der Tiere haben mich positiv überrascht“, sagte der 38-Jährige. Die Rentnerin Knothe Eichner hat schon ihren zweiten Hund aus dem Mainzer Tierheim aufgenommen; das Pärchen Maria Petry und Philipp Schneemann führen dagegen öfter einmal Hunde aus dem Heim aus. „Das entspannt und man tut gleichzeitig etwas Gutes.“
Laut der Tierheimleiterin Anja Kunze sei man vor allem auf diese Art von ehrenamtlicher Arbeit angewiesen. „Gassi gehen, Tiere streicheln und Leckerli verteilen. Wir sind immer über jede Art von Mitarbeit erfreut“, betont die 39-Jährige. Außerdem freue man sich über Sach- und Geldspenden. „Nur so“, betont Anja Kunze, kann die artgerechte Haltung und Pflege von Tieren in Not weiter gewährleistet werden“.

