Ein Leben für und mit Glas
11.02.2012 - MOMBACH
SCHOTT Trauer um“Weltrekordler“ Franz-Josef Otto / Von 1952 an im Werk beschäftigt
(red). Mit Franz-Josef Otto verstarb jetzt der erste Mainzer Glasmacher bei Schott. Sein Name ist und bleibt mit „Weltrekorden“ des Technologiekonzerns verbunden. Sei es das weltweit größte Marmeladenglas (für Schwartau), das weltweit größte Glasgefäß (eine 500-Liter-Kugel) oder die weltweit größte Sanduhr (vor dem Naturhistorischen Museum in Mainz). Als Produktionsmeister an den Glaswannen in der ehemaligen Hohlglas-Handfertigung war der gebürtige Mainzer hautnah am bis zu mehreren hundert Grad heißen Geschehen.
Fast 40 Jahre erfüllte er sich seinen Jugendtraum, Glasmacher zu sein. Im „Mainzer Anzeiger“ - die heutige AZ Mainz - entdeckte „der Franz“ im Spätsommer 1952 das Stellenangebot „Glasbläser gesucht“.
Einige Jahre zuvor hatte er in der „Wochenschau“ des Deutschen Fernsehens einen Bericht über die Glasmacher aus Jena gesehen und war seitdem von dieser Tätigkeit fasziniert. Acht Tage nach der Zeitungslektüre, am 26. September 1952, war er Mitarbeiter beim kurz zuvor in Mainz angesiedelten Jenaer Glaswerk Schott & Genossen. Ein Jahr später arbeitete Franz-Josef Otto als Glasmacher. Im Juni 1992 war der dreifache Familienvater Franz-Josef Otto in den wohlverdienten Ruhestand gegangen.

