Postagentur zieht in die Volksbank
28.08.2010 - MARIENBORN
Von Melanie Lahrmann
MARIENBORN Nahtloser Übergang zum 1. Dezember / Neues Haltesignal soll Lärm an Bahnlinie mindern
Gute Neuigkeiten gibt es zum Erhalt einer Postagentur im Ort. „Wir werden in Marienborn die Post behalten und es gibt einen nahtlosen Übergang“, verkündete Ortsvorsteher Bernd Noll. Ab 1. Dezember wird in den Räumen der Mainzer Volksbank ein neuer Agenturbetreiber die Postdienstleistungen übernehmen. Die Suche nach einem neuen Betreiber war notwendig geworden, nachdem das Ehepaar Schröfel den Partnervertrag über den Betrieb einer Postagentur in ihrem Fernsehfachgeschäft zum 30. November gekündigt hatte. Die Ortsbeiratsmitglieder hatten sich einstimmig dem Antrag der FDP zum Erhalt einer Postagentur angeschlossen, da nach der Schließung des Spar-Marktes Sorgen um die Aufrechterhaltung der lokalen Nahversorgung gewachsen sind.
Ein ebenso drängendes Thema war die Herstellung der Verkehrssicherheit in der Zufahrt zum Neubaugebiet „Hinter den Wiesen“. Eine schmale Straße ist derzeit die einzige Zu- und Ausfahrt zu dem Neubaugebiet. Einig waren sich die Parteien darin, dass aufgrund stark gewachsener Bäume und Sträucher keine ausreichende Einsicht in die Straße gegeben ist und dies besonders beim Abbiegen gefährlich ist. Nach Ansicht des SPD-Fraktionsvorsitzenden Horst Hof, der einen Freischnitt der Gehölze beantragt hatte, werde die Zufahrt noch prekärer, wenn der neue Kindergarten 2011 seinen Betrieb aufnimmt.
Zur Zukunft des Bahnhofs Marienborn mit Blick auf die Lärm- und Abgasbelästigung der Anwohner berichtete Noll aus der Antwort des Stadtrates, dass die Bahn ein zusätzliches Lichtsperrsignal als Haltesignal zur Lösung des Problems vorsieht. Damit könnten wartende Züge weiter in Richtung Mainz durchfahren, wodurch die Lärmbelästigung der direkt unterhalb des Bahndammes gelegenen Anwohner deutlich reduziert würde. Laut Verkehrsministerium wurde eine Planungsvereinbarung mit den zuständigen Stellen der Bahn bereits abgeschlossen und die Umsetzung des Projekts erfolgt im Laufe des Jahres 2011.
Keine Chancen sieht die Mehrheit im Ortsbeirat für den Antrag der Grünen, in Marienborn geeignete Flächen für „legale“ Graffitikunst zur Verfügung zu stellen. CDU-Beiratsmitglied Daniel Noll sprach sich angesichts der „jüngsten Graffiti-Schmierereien an einem frisch gestrichenen Haus im Borner Grund“ gegen diesen Vorschlag aus.

