Zuwachs in Marienborn
05.01.2012 - MARIENBORN
Von Michael Heinze
RÜCK- UND AUSBLICK Zweite Kindertagesstätte im Stadtteil steht kurz vor der Eröffnung
Das Jahr 2011 ist vorbei, 2012 hat gerade begonnen. Was war los in den Stadtteilen, und was erwartet die Menschen im neuen Jahr? Die AZ lässt die zentralen Themen noch einmal Revue passieren. Heute steht Marienborn im Fokus.
Das Highlight
„Das Highlight war die Premiere des lebendigen Adventkalenders“, findet Ortsvorsteher Bernd Noll (CDU). Organisiert von Carola Herbrik, Berit Sommerfeld und Annemarie Janik fanden die Veranstaltungen eine tolle Resonanz. Zwischen 40 und 60 Bürger waren jeden Tag beim Öffnen des jeweiligen Fensters oder der Tür anwesend. Eine tolle Idee, die in der Adventszeit 2012 wiederholt werden soll.
Die gute Nachricht
Am 27. Januar 2012 wird in Marienborn die zweite Kindertagesstätte eröffnet. Darauf ist Ortsvorsteher Bernd Noll besonders stolz. Als er 1994 sein Amt übernahm, gab es noch das Kita-Provisorium im Keller der Grundschule. Seitdem sind in Marienborn zwei neue Kindertagesstätten entstanden.
Der Wunschtraum
„Ich wünsche mir, dass es uns gelingt, wieder etwas mehr für die Infrastruktur zu tun“, sagt Noll. „Was Marienborn dringend braucht, ist ein Laden oder auch nur ein Verkaufswagen, der die Bürgerinnen und Bürger mit dem notwendigsten für den täglichen Bedarf versorgt. Das gilt vor allen Dingen für diejenigen, die nicht oder nicht mehr mobil sind.“
Das Entsetzen
Wie sich blankes Entsetzen anfühlt, erfuhren die Marienborner Bürgervertreter, als sie in der Zeitung lasen, dass drei Ortsverwaltungen geschlossen und bei allen anderen die Öffnungszeiten halbiert werden sollen. „Wer die Hand an die Institution Ortsverwaltung legt, muss wissen, dass er damit die Kommunale Selbstverwaltung an der wichtigsten Stelle aushebelt“, betont Noll. „Bürgerservice vor Ort gibt es nicht zum Nulltarif. Sie ist aber der wichtigste Bestandteil einer Kommune. Ich hoffe, dass haben jetzt auch einige Stadträte begriffen.“
Die Schandflecke
Die Schandflecke von Marienborn sind aus Sicht von Bernd Noll „nach wie vor die beiden Häuser im Borner Grund. Seit über 30 Jahren verfallen sie immer mehr, aber der Denkmalschutz übernimmt leider nichts. Es gibt jetzt für ein Haus einen Interessenten, der dort kaufen und bauen will“. Noll wörtlich: „Ich hoffe sehr, dass dieser gute Ansatz nicht wieder an der Denkmalpflege scheitert.“
Der Aufreger
Manch ein Marienborner könnte manchmal vor Wut in die Luft gehen wie das berühmte HB-Männchen, wenn ihn der unerträgliche Fluglärm wieder einmal malträtiert.
„Mit etwas gutem Willen könnten die Flugzeuge über Mainz höher fliegen und wären damit leiser“, weiß der Marienborner Ortsvorsteher. „Auch die Flugrouten könnten so gelegt werden, dass es über Mainz erträglicher wird. Solange aber die Spitzen der Fraport und der Flugsicherung über ihren Wohnorten keinen Fluglärm wollen, ist das sicher ein schwieriges Unterfangen.“

