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Gonsenheim 

Vier Jahre lange Odyssee endet bald

22.05.2010 - GONSENHEIM

Von Andreas Schröder

GYGO Spatenstich für neue Mensa der Ganztagsschule / 800 Schüler können in zwei Schichten versorgt werden

„Jetzt geht es wirklich los“, freute sich Marita Desch-Eppelmann, die Schulleiterin des Gymnasiums Gonsenheim (GyGo), am Freitagmittag beim Spatenstich für die lange erwartete Mensa. Oberbürgermeister Jens Beutel (SPD) und Bildungsministerin Doris Ahnen (SPD) waren gekommen, um den Bau auf den Weg zu bringen. Der Spatenstich markiert das Ende einer über vier Jahre langen Odyssee um die zukünftige Versorgung der Ganztagsschüler des Gymnasiums.

Der Bau, der jetzt kurz vor seiner Verwirklichung steht, ist mehr, als der Name „Mensa“ verspricht. 800 Schüler werden in zwei Schichten versorgt werden können. Die Kapazitäten sind doppelt so hoch wie die des gegenwärtigen Provisoriums in der ehemaligen Fachhochschule. Bei einer Reihenbestuhlung können bis zu 600 Gäste Platz finden und haben einen guten Blick auf die 100 Quadratmeter große Bühne. In einem zweiten Trakt finden Musikräume, Unterrichtsräume, ein Lehrerzimmer und weitere Funktionsräume Platz. Damit werde der zusätzliche Raumbedarf der Ganztagsschule gedeckt, erklärte Oberbürgermeister Beutel.

6,3 Millionen Euro kostet der Neubau

6,3 Millionen Euro wird der Neubau kosten, fast drei Millionen steuert das Land bei. Beutel würdigte diesen Beitrag und versprach, dass sich diese „Investition in die Bildung unserer Kinder“ auszahlen werde. Ministerin Ahnen betonte das Engagement des GyGo auf den Gebieten Ganztagsschule und Hochbegabtenschule. Diese Bereitschaft zu „inneren Veränderungen“ müsse auch „äußerlich anerkannt werden“. Mittagessen und Mensa gehörten zu einer Ganztagsschule, so die Ministerin. Sie bedeuteten nicht nur bloße Verpflegung, sondern seien auch ein „sozialer Lernort“.

Marita Desch-Eppelmann erinnerte an die Wanderschaft der Ganztagsschüler des GyGo über die Jahre: Im Lehrerzimmer, im Foyer und in den Klassenzimmern sei bereits das Mittagessen serviert worden. Seit September 2009 nutzt die Schule nun die Behelfsmensa in der FH in unmittelbarer Nähe.

Nicht zuletzt die Eltern hätten die Ankündigung des Spatenstichs mit Erleichterung aufgenommen, berichtete der stellvertretende Schulleiter Roland Wollowski am Rande der Veranstaltung. Die Mensa in der FH sei eine „sehr gute Übergangslösung“. Sowohl in der Elternschaft als auch seitens der Schulleitung habe es Befürchtungen gegeben, dass aus dem Provisorium eine Dauerlösung werden könnte, so Wollowski.

Das wäre auch für die Schulleitung unangenehm gewesen, hatte sie doch 2006 den Neubau einer kleiner ausgelegten Schulkantine gestoppt, als absehbar geworden war, dass diese für das GyGo als Ganztagsschule und als achtjähriges Gymnasium nicht groß genug war. „Im Rückblick war es die richtige Entscheidung“, auch wenn sie damals nicht leicht gefallen sei, so Desch-Eppelmann. Inzwischen ist die Zahl der Ganztagsschüler auf knapp 400 gestiegen und nähert sich damit dem Limit der Interimsmensa. Zwar werde der Platz im kommenden Schuljahr noch ausreichen, der Spatenstich komme aber keinen Moment zu früh, so Wollowski.

Der Spatenstich für die Mensa ist geschafft. In einem zweiten Trakt finden Musikräume, Unterrichtsräume, ein Lehrerzimmer und weitere Funktionsräume Platz. 	Foto: hbz/Jörg Henkel

Der Spatenstich für die Mensa ist geschafft. In einem zweiten Trakt finden Musikräume, Unterrichtsräume, ein Lehrerzimmer und weitere Funktionsräume Platz. Foto: hbz/Jörg Henkel Vergrößern

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