Betreuung ab sechs Uhr am Morgen
17.11.2010 - OBERSTADT
Von Dennis Rink
UNIVERSITÄTSMEDIZIN Öffnungszeiten der neuen Kinderkrippe auf Klinik-Gelände sind Schichtdiensten angepasst
Die Universitätsmedizin Mainz hat Zuwachs erhalten: Bis zu 20 Kleinkinder im Alter von neun Wochen bis drei Jahren können künftig in der neuen Kinderkrippe der Universitätsmedizin betreut werden. Im Juni schon sind die „Unimediminis“ in das Gebäude 204 auf dem Klinikcampus gezogen und fühlen sich in den neu gestalteten Räumlichkeiten pudelwohl.
„Wir merken mehr und mehr, dass uns in Deutschland in bestimmten Bereichen der Nachwuchs fehlt“, sagte der Medizinische Vorstand und Vorstandsvorsitzende der Universitätsmedizin, Prof. Dr. Guido Adler. „Aus diesem Grund müssen wir alles dafür tun, um junge Mütter und Väter darin zu bestärken, möglichst früh ein Kind zu bekommen.“ Schließlich sei es eine der Hauptaufgaben der neuen Kinderkrippe, die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Universitätsmedizin bei der Vereinbarkeit von Familie und Beruf zu unterstützen. Deshalb wurden die Öffnungszeiten der Einrichtung auf die Schichtdienste in der Klinik zugeschnitten. Montags bis samstags öffnet die Krippe schon um 5.45 Uhr und hat unter der Woche bis 20 Uhr, samstags bis 14.15 Uhr geöffnet. „Wir sind auf die Unimediminis besonders stolz. Wir können den Beschäftigten nun erstmals auf dem Gelände der Universitätsmedizin eine Kinderbetreuungsmöglichkeit bieten“, sagte Adler.
Rund 670 000 Euro kostete die Einrichtung der Kinderkrippe, die innerhalb von zehn Monaten realisiert worden war. Neben der Universitätsmedizin, die rund 270 000 Euro beisteuerte, trugen auch die Stadt (197 000 Euro) und das Land (190 000 Euro) einen Teil der Kosten. Die rheinland-pfälzische Bildungs- und Jugendministerin Doris Ahnen betonte, dass „der qualitative und quantitative Ausbau der Bildungs- und Betreuungsangebote für Kinder und insbesondere für die Altersgruppe unter drei Jahren schon seit längerem zu den Schwerpunkten der Bildungs- und Jugendpolitik des Landes Rheinland-Pfalz zählt“. Gemeinsam mit vielen Trägern sei es dem Land gelungen, seit Anfang 2006 die Zahl der Plätze für Kinder unter drei Jahren landesweit zu verdreifachen. Derzeit werden in der Kinderkrippe 15 Kleinkinder von acht Mitarbeiterinnen betreut. Bis Februar 2011 sollen alle 20 Plätze vergeben sein. „Zurzeit bauen wir die Gruppen langsam auf, indem wir die Kinder nach und nach eingewöhnen“, sagte Katrin Denis, Leiterin der neuen Kinderkrippe. Sozialdezernent Kurt Merkator bezeichnete den Zuschuss der Stadt Mainz für die „Unimediminis“ als „gut angelegtes Geld. Denn es handelt sich hier um eine Bildungseinrichtung, die ihren Teil dazu beiträgt, dass wir in diesem Bereich in Mainz 2012 eine Vollversorgung erreichen werden.“

