23. Mai 2012 16:36 Uhr
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Stadt der Wissenschaft 

Startschuss zur "Stadt der Wissenschaft" - Große Baustellenparty in Mainz

16.01.2011 - MAINZ

Von Andreas Schröder und Werner Wenzel

Rund 12.000 Besucher verzeichneten am Sonntag die Organisatoren, als die Stadt Mainz sich erstmals offiziell als „Stadt der Wissenschaft 2011“ vorstellte. Eine Baustellenparty an acht Orten im ganzen Stadtgebiet zog die Gäste an.

Im Chemie-Neubau auf dem Campus gaben am Vormittag Wissenschaftsministerin Doris Ahnen, Oberbürgermeister Jens Beutel (SPD) sowie Prof. Dr. Andreas Schlüter, Generalsekretär des Stifterverbands der Deutschen Wissenschaft, den offiziellen Startschuss. In der Stadt war das Naturhistorische Museum der Hauptschauplatz. Hier endete der Eröffnungstag am Abend mit einer spektakulären Musik- und Lichtinszenierung.

Auf dem Campus der Johannes Gutenberg-Universität boten das Schülerlabor Nat-Lab und das Ada-Lovelace-Projekt Mitmachexperimente aus den Naturwissenschaften, unter anderem mit Luftballon-Raketen und Flaschen-Tornados. Und schon bei der Eröffnungs-Talkrunde gab es Spektakel, etwa als Moderator Dr. Frank Wittig von Magier Fabian Kelly aus einer Kiste hervorgezaubert wurde. Doch solche Aktionen bleiben dem Auftakt vorbehalten, die „Mainzer Wissenschaftsallianz“, unter deren Dach die Wissenseinrichtungen kooperieren, sei auf Nachhaltigkeit ausgelegt, betonen die Macher immer wieder.

"Eine Stadt baut auf Wissen"

Wissenschaftsministerin Doris Ahnen (SPD) und Universitätspräsident Prof. Dr. Georg Krausch mussten die Plasma-Kugel auf der Bühne zu einem Blick in die Zukunft nicht bemühen, denn allein der Umstand, dass ein 350-Millionen-Euro-Bau-Programm des Landes auf dem Campus gerade in die letzte Runde geht, weist den Weg für die Mainzer Uni. Nimmt man alle Investitionen rund um den Campus sowie den Neubau der Fachhochschule zusammen, dann werden nach Expertenschätzungen im Zeitraum von 2005 bis 2030 rund 700 Millionen Euro dort verbaut sein. „Eine Stadt baut auf Wissen“, ist denn auch einer der Slogans, die bis Jahresende für Mainz als Bundeshauptstadt der Wissenschaft werben. Ahnen sieht die rege Bautätigkeit auf dem Campus aber nur als „äußeren Ausdruck dessen, dass wissenschaftlich viel passiert“.

Auch die Universitätsmedizin und städtische Baustellen standen auf dem Fahrplan der beiden eigens eingerichteten und gut genutzten Buslinien. Am Steinbruch etwa wurde die geplante Einrichtung eines Umweltbildungszentrums erläutert, im Zollhafen das neue Stadtquartier vorgestellt, im Naturhistorischen Museum führte Zeitungsmonster „Kruschel“ durchs Haus.

Das Veranstaltungsangebot „am ersten schönen Tag des Jahres“ sei „gut angenommen worden“, freute sich am Abend auch die Mainzer Projektkoordinatorin Sabrina Kirchner. „Wir freuen uns auf mehr.“
Das Jahr als „Stadt der Wissenschaft“ biete für die Mainzer „die Chance, ihre Stadtlandschaft neu zu entdecken, Orte des Wissens zu erkunden und neue Formen der Zusammenarbeit zu erleben“, sagte Andreas Schlüter, Generalsekretär des Stifterverbandes, der die Auszeichnung vergibt. Er ist sicher: „Mainz wird 2011 ein Top-Reiseziel für alle an Wissenschaft und Technik interessierten Deutschen.“

Jugendliche mit einer Formel-Schablone. Foto: Sascha Kopp

Jugendliche mit einer Formel-Schablone. Archivfoto: Sascha KoppVergrößern

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