Waltraud Smits schenkt Gutenbergmuseum Werke aus 20er-Jahren
hof. Die Bibliothek des Gutenbergmuseums erweitert ihren Bestand mit einer Schenkung von illustrierten Werken aus der Buchkunst der 1920er-Jahre. Bis 21. Oktober wird die Sammlung aus dem Besitz der Mainzerin Waltraud Smits im dritten Obergeschoss des Museums ausgestellt. Die Schenkung umfasst rund 130 Bücher mit teils handkolorierten Lithografien, Holzschnitten und Radierungen. Einzelstücke wie Voltaires "Candide" mit 26 Federzeichnungen von Paul Klee bedeuteten eine wichtige Ergänzung im Bestand der Museumsbibliothek, sagte Kulturdezernent Peter Krawietz (CDU) bei der Vorstellung der Werke. Drucke von Illustratoren wie Pierre Bonnard, Frans Masereel, Richard Seewald oder Alfred Kubin lieferten einen guten Überblick über die verschiedenen Stile in der Buchkunstszene der 1920er-Jahre, unterstrich Museumsdirektorin Dr. Eva Hanebutt-Benz den Sammlungswert. Insgesamt erweitere die Bibliothek ihren Bestand an illustrierten Büchern des Jahrzehnts mit der Schenkung auf mehr als 500 Exemplare. Waltraud Smits hatte die Sammlung von ihrem Vater, "einem leidenschaftlichen Liebhaber von Kunstbüchern", geerbt. Leicht sei ihr die Trennung nicht gefallen, sagte die 86-Jährige, jedoch wisse sie mit der Übereignung den Erhalt der Bücher gesichert. Im Gutenbergmuseum ist die Sammlung nun für die Öffentlichkeit verfügbar. Krawietz würdigte "den bewundernswerten Bürgersinn Frau Smits, der Stadt ein solch großes Geschenk zu machen". Bis zum 21. Oktober sind die Illustrationen im Gutenbergmuseum ausgestellt, danach sind die Bücher frei im Lesesaal der Museumsbibliothek verfügbar. Bereits jetzt ist die Sammlung für die Online-Recherche unter www.gutenberg-bibliothek.de katalogisiert.


