Rotary Clubs zeichnen junge Menschen mit Jugendpreis aus / Ehrung soll Lob und Ansporn sein
bro. "Die Jugend von heute...", schimpft schon mal der ein oder andere, wenn ein Kaugummi hartnäckig unter der Schuhsohle klebt oder Halbwüchsige nicht die Tür aufhalten. Die drei Mainzer Rotary Clubs zeigen, dass es auch anders geht: Zum elften Mal haben sie gestern den Mainzer Rotary Jugendpreis verliehen. Im Rathaus zeichneten sie fünf junge Preisträger für ihr ehrenamtliches Engagement aus. Den ersten Preis teilen sich Mirjam Skala und Fabian Brandl. Die Liste von Fabians Aktivitäten ist lang: Teamsprecher und Materialwart in der Schule, Betreuer der "Arbeitsgemeinschaft Mathe und Naturwissenschaften"; Mitglied in der Jugendfeuerwehr. Mirjam Skala bekam den Preis für ihren Einsatz als Stufensprecherin und für die Jugendarbeit in ihrer katholischen Gemeinde. Nach dem Abitur zog es die 21-Jährige zu einem Sozialen Jahr nach Rumänien. Das gemütliche Zimmer in Deutschland aufgeben, um für wenig Geld in Rumänien zu arbeiten? Für sie war das eine Lebenserfahrung, die sie nicht missen möchte. "Obwohl die Menschen dort oft unter der Armutsgrenze leben, haben sie uns mit offenen Armen empfangen", sagt Mirjam Skala, die Sozialarbeiterin werden möchte. Neben den Präsidenten der Mainzer Rotary Clubs war auch Oberbürgermeister Jens Beutel zu der Preisverleihung gekommen. Er schätzt die Jugendarbeit als eine der wichtigsten Aufgaben der Verbindung. Den Mainzer Rotary Jugendpreis sieht er als Lob, aber auch als Ansporn für engagierte Jugendliche, sich weiterhin für andere einzusetzen. Auch Mirjam Raupp und Hamida Chokr haben sich für andere Menschen eingesetzt. Die beiden Schülerinnen teilen sich den zweiten Platz. Hamida erhielt die Urkunde, weil sie sich lange Zeit als Klassen- und Schulsprecherin für ihre Mitschüler an einer Grund- und Hauptschule eingesetzt hat. Zudem hat sie das Schülercafé ihrer Schule vor dem Aus bewahrt: Als die damalige Leiterin krank wurde, übernahm die Zehntklässlerin die Organisation. Auch Mirjam Raupp kümmerte sich als Vorsitzende des SV-Ausschusses und als Chefredakteurin der Schülerzeitung um ihre Mitschüler. Zum ersten Mal verliehen die Mainzer Rotary Clubs einen Sonderpreis. Den erhielt die fünfte Klasse der freien Waldorfschule, die sich für Tier- und Umweltschutz einsetzt.


