Iraner zelebrieren an Gründonnerstag ihr Neujahrsfest "Nowrouz"
kim. HARTENBERG/MÜNCHFELD Pünktlich zum Frühjahrsanfang am Donnerstagmorgen um 6.48 Uhr beginnt im iranischen Kalender das neue Jahr, was mit dem Nowrouz-Fest gefeiert wird. Mit "Sale Noo Mobarak!" begrüßt Behrouz Asadi vom Restaurant Shiva Food & Culture im King-Park-Center seine Gäste. Das heißt "Frohes Neues Jahr". Eine fröhliche Gespanntheit ist bei den Gästen zu spüren, nicht nur Iraner sind gekommen. Auch Mainzer gehen gerne in das Restaurant essen, das Behrouz´ Frau Fahrkondeh gehört, sie bekommen ein Flugblatt sowie die ein "Sus", eine Süßigkeit, zur Begrüßung. Dem Team Shiva ist es sehr wichtig, nicht nur die iranische Küche, sondern auch die iranische Kultur zu präsentieren. Das Nowrouz-Fest wird von allen Iranern, egal aus welcher Religion, gefeiert. Auch in Afghanistan, Takshikistan über Kurdistan bis nach China wird dieses Fest der "Gerechtigkeit und Freundschaft" gefeiert, sagte Asadi. Das Nowrouz-Fest ist so tief in der iranischen Kultur verankert, dass es noch keinem Regime, auch nicht dem heutigen, gelungen ist, das Fest zu unterbinden. Das Volk will seine Neujahrsfeierlichkeiten, auch wenn sie im Iran nicht so frei ausgelebt werden können wie in Deutschland. Mit allgemeinem Hausputz, neuen Kleidern, Geschenken und traditioneller Dekoration feiern die Iraner ihr Neujahrsfest. Jeder Gegenstand auf der Festtafel hat eine Bedeutung: So steht der Knoblauch (Sir) zum Beispiel für Gesundheit, die Kerzen für Glück, der rote Apfel (Sib) ist ein Symbol für die Fruchtbarkeit und die Süßigkeiten (Sus) stehen für die neuen Chancen des kommenden Jahres. Kresse im Töpfchen steht auch auf dem Tisch, um die "Verbundenheit mit der Natur" hervorzuheben. Nicht nur die Dekoration, auch das Essen ist einen Besuch bei Asadi wert. Von Safranreis über "Sabsi Polo Mahi" (mit Kräutern gewürzter Reis) und Fisch bis hin zum Nachtisch, "Ferni" (gekochte Sahne mit Rosinen), ist das Menü ein Genuss.


