Von Mara Braun
Jugendbildungsmesse informiert im RaMa über Angebote im Ausland
Zum zweiten Mal fand die Jugendbildungsmesse "Jubi", die durch deutsche Städte tourt, auch in Mainz statt. 30 Organisationen präsentierten in den Räumen des Rabanus-Maurus-Gymnasiums ihre Programme zum Thema "Bildung im Ausland" für Schüler von der 8.bis 13. Klasse.
"Messeschwerpunkt sind die Highschool-Aufenthalte, aber auch über Sprachreisen, Work & Travel oder Schüleraustausche können sich die Besucher an den Ständen informieren", erläuterte Veranstalter Thomas Terbeck. Gemeinsam mit Jens Hirschfeld und Annike Hüske betreibt er seit 2000 den unabhängigen Bildungsberaterdienst "Weltweiser", der fernwehgeplagten Jugendlichen Orientierungshilfen durch die Flut von Programmen und Veranstaltern für Auslandsaufenthalte bietet. Ziel der seit 2003 veranstalteten Messetour ist laut Terbeck, den Schülern und ihren Familien einen ersten Überblick zu vermitteln, welche Angebote für die eigenen Bedürfnisse in Frage kommen. "Aus unserer Sicht gibt es keine Top 10 der Veranstalter, man muss vielmehr die Organisation finden, bei der die eigenen Anforderungen am besten abgedeckt werden", erklärte er. Kriterien für die Wahl eines Anbieters können unter anderem die angebotenen Austauschländer, Struktur der Organisation im Partnerland oder Zusatzangebote wie Sprachkurse zu Beginn eines längeren Aufenthaltes sein. Der Preis für ein Jahresprogramm ist mit derzeit rund 6500 Euro inklusive Versicherung und Flug laut Terbeck bei allen Organisationen ähnlich, teilweise können sich die Schüler aber um Stipendien bewerben, die im Erfolgsfall Teile oder sogar die Gesamtkosten des Austauschs decken. "Definitiv in Amerika" will Hendrik Hügel das kommende Schuljahr absolvieren. Der Zehntklässler besuchte die Messe mit Mutter Ulrike, beide waren froh über die Möglichkeit, im Gespräch die Verantwortlichen der Organisationen kennen zu lernen, um unter den Anbietern einen persönlichen Favoriten auszuwählen. Ein "seltsames Gefühl" sei es, den Sohn bald für ein Jahr ziehen zu lassen, gestand Ulrike Hügel, "da ist es mir wichtig, ihn während der Zeit in guten Händen zu wissen."


