Von Martin Recktenwald
Chef der Neustadt-CDU: Verein inseriert auf islamistischer Internetseite
Der Stadtbezirksvorsitzende der CDU-Neustadt, Karsten Lange, erhebt erneut Vorwürfe gegen den Arab Nil-Rhein-Verein als Betreiber der geplanten Islam-Kita. Der Verein hat auf dem Internetportal www.muslim-markt.de die Stelle einer Erzieherin ausgeschrieben. Gesucht wird zum 1. April 2008 eine "muslimische Erzieherin mit exzellenten Deutsch-Kenntnissen für einen islamischen Kindergarten in Mainz". "Das Portal wird von dem Islamisten Yavuz Özoguz betrieben und wendet sich laut dem aktuellen Verfassungsschutzbericht des Bundesinnenministers mit seiner antiisraelischen Propaganda an die Anhänger eines theokratischen Regierungssystems wie dem des Iran", kritisiert Lange. Die Vorwürfe stehen im Verfassungsschutzbericht 2006 (www.verfassungsschutz.de/ de/publikationen/verfassungs- schutzbericht). "Dies ist für uns der letzte Beweis, dass der Verein eine Erziehung organisieren möchte, die mit den Werten unserer Gesellschaft nicht viel gemeinsam hat", sagt Lange. Die Landesregierung solle daher der geplanten Kita die Betriebserlaubnis versagen. Der Vorsitzende des Vereins, Samy Al Hagrasy, weist die Vorwürfe zurück: "Wir haben lediglich in diesem Portal inseriert, weil es von vielen Muslimen gelesen wird. Wir wollen uns nicht mit politischen Ansichten des Betreibers solidarisieren". Auch beim Mainzer Jobcenter habe man die Stelle gemeldet. Lange wirft er vor, nicht mit offenen Karten zu spielen. "So haben wir die 14 Seiten mit Vorwürfen zu uns, die er an das Jugendamt gesandt hat, nie zu Gesicht bekommen". Lange verweigere die Herausgabe mit der Begründung, er habe nicht das Urheberrecht an dem Papier. Im Übrigen bedauert Al Hagrasy mangelnde Transparenz beim Verfassungsschutz: "Wenn sie sich mit uns zusammensetzen würden, könnten wir gemeinsam sicherstellen, dass radikale Elemente keine Chance haben".


