Montag, 13. Februar 2012 06:47 Uhr
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Allgemeine Zeitung

Mainz 

Mainzer Verlage präsentieren sich auf Frankfurter Buchmesse

13.10.2009 - MAINZ / FRANKFURT

Von Michael Jacobs

Seine Buchmessen-Premiere hätte glatter nicht laufen können: „Im Mai habe ich mich angemeldet und sofort meinen Wunschplatz in der Nähe des Verlags Karrees Rheinland-Pfalz in Halle 4 (4.1. D151) ergattert“, sagt der Mainzer Jungverleger André Thiele. Mit seinem 2007 gegründeten VAT-Verlag ist er erstmals beim weltgrößten Büchermarkt dabei, auf dem auch viele Mainzer Verlage ihre Programme präsentieren. Sechs frische Werke hat Thieles auf gehobene Belletristik spezialisierter Klein-Verlag im Herbst herausgebracht. Nun will er beim Frankfurter Branchentreff weitere Erfahrungen sammeln. Über Interesse am Sortiment bestehe kein Mangel, meint Thiele – bis zu 20 Termine täglich seien schon fest notiert.

Stammgast und mit einem stattlichen Stab von zehn Mitarbeiter in Halle 3 (E156) vertreten, präsentiert Schott Music seine umfangreiche Palette, zu der auch musikdidaktische Kinderbücher wie die Neuerscheinung „Wie pupst die Tuba“ gehören. Von Wirtschaftskrise sei im Mainzer Traditionshaus nichts zu spüren, sagt Schott-Sprecherin Sonnhild Raschke. Das diesjährige Gastland sei ein wichtiger Markt für den Verlag. So werde am Samstag der chinesische Komponist Wang Xilin einen Vertrag über die Vertretung der Werkrechte am Schott-Stand unterzeichnen. Und auch für die digitale Zukunft scheint Schott Music gut positioniert: Derzeit entsteht eine verlagsübergreifende neuen Download-Plattform für Noten, die im Frühjahr 2010 vorgestellt werden soll.

Gut für das Auslandsgeschäft

Auch für den Verlag Hermann Schmidt (4.1. J 521), seit 1992 dabei, ist die Messe eine lohnende Börse für das Auslandsgeschäft. Bis auf Afrika und Australien ist der preisverwöhnte Grafik- und Typografie-Primus nahezu in allen Kontinenten vertreten. Ihr für internationale Kontakte zuständiger Gatte, sagt Karin Schmidt-Friderichs, habe Termine im Stundentakt. Besondere Ehre wurde der „Schmidt“-Autorin Yang Liu zuteil, die das Logo des Gastlandauftritts China gestalten durfte und deren hintersinnige „Ost trifft West“-Piktogramme in einer eigenen Ausstellung in Halle 6.1. (E905) zu sehen sind.

Angelika Schulz-Parthu vom Leinpfad Verlag setzt hingegen ganz auf regionale Krimi-Kompetenz. Mit einer Gesamtauflage von 30.000 Büchern ist der rheinhessische Winzer-Autor Andreas Wagner der aktuelle Renner und am Donnerstag nebst einem Gläschen „Herzblut“ am Tatort in Halle 4.1. (E113) zu Gast.

Chinesische Schriftzeichen-Logo für Frankfurter Buchmesse

Den Auftritt des Gastlandes China auf der Frankfurter Buchmesse hat die Autorin des Mainzer Hermann Schmidt-Verlags, Yang Liu, mit einem Schriftzeichen-Logo graphisch akzentuiert. Foto: dpa


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