FOTOWETTBEWERB Niersteiner Weingut St. Antony wirbt auf originelle Art und verschenkt Riesling
(red). Wer sitzt schon in einem Linienbus mit den Füßen in einem Weinbottich? Das Niersteiner Weingut St.Antony macht´s möglich. Seit Anfang April fährt der ungewöhnlich beklebte Linienbus durch ganz Mainz und löst bei vielen Fußgängern und Autofahrern ein Schmunzeln aus.
"Die Idee dazu entstand nach einem Artikel in der Allgemeinen Zeitung mit der Überschrift "Barfuß in die Bütt" im vergangenen Jahr über unsere traditionelle Maischegärung", erzählt Weinmacher und Geschäftsführer Felix Peters. Seitdem gab es viele Anfragen von Journalisten, aber auch von Weininteressierten und führte schließlich zur originellen Werbemaßnahme auf einem Mainzer Linienbus.
St. Antony ist das erste rheinhessische Weingut, das für seinen Internetshop (www.st-antony.de) die Buswerbung nutzt und startet seine Kampagne gleich mit einem besonderen Angebot. "Jeder, der sich mit unserem Bus im Hintergrund fotografieren lässt, hat die Chance, eine Flasche Wein geschenkt zu bekommen", so Peters. Wer also den Bus im Mainzer Straßenbild sieht, sollte einen Fotoapparat dabei haben und sich von Freunden schnell fotografieren lassen. Aber Achtung: Die eingesandten Bilder können im neu eingerichteten Internet-Blog veröffentlicht werden.
Für jede Veröffentlichung gibt es dann eine Flasche Riesling Rotschiefer als kleines Dankeschön. "Wir wollen versuchen, jede Einsendung zu berücksichtigen, müssen aber einige Einschränkungen machen, so dürfen beispielsweise Mitarbeiter der Mainzer Verkehrsgesellschaft nicht teilnehmen, auch Mehrfacheinsendungen werden nicht berücksichtigt und selbstverständlich achten wir auch auf die gesetzlich vorgeschriebene Altersbeschränkung," ergänzt Peters.
Übrigens: Die Werbung auf einem MAN-Bus der Mainzer Verkehrsgesellschaft führt das Niersteiner Weingut gleichzeitig auch zurück zu seinen Wurzeln. Über 80 Jahre lang war nämlich das Weingut St. Antony ein so genanntes Industrieweingut und im Besitz der MAN AG. Gegründet wurde es nach dem Ersten Weltkrieg in einer Zeit wirtschaftlicher Not. MAN war damals auf der Suche nach einer neuen Beschäftigung für die Bediensteten der in Nierstein gelegenen MAN-Kalkgrube Gutehoffnungshütte. So entstand die Idee, von den eigenen Mitarbeitern die zur Grube gehörenden Weinberge kultivieren zu lassen.
Der erste Wein, der gekeltert wurde, war ein 1920er. Der Name St. Antony stammt übrigens von der ersten Eisenhütte im Ruhrgebiet (1758), sie war die Keimzelle des MAN-Konzerns wie auch des gesamten Ruhrreviers. Seit 2006 ist das Weingut in privaten Händen und wird inzwischen vom Weinmacher und Geschäftsführer Felix Peters geführt.

