Von Michael Heinze
SCHREIBWETTBEWERB Sieger ausgezeichnet
Die 17 Jahre alte Hattersheimerin Jana Petry hat den Kurzgeschichten-Wettbewerb für Schüler gewonnen, den die Mainzer Vierteljahreshefte in Kooperation mit der Allgemeinen Zeitung unter dem Motto "Schreib mit! Und flieg nach Malaga" erstmals veranstaltet haben. Mit ihrem Werk "Auf der Suche nach sich selbst" hat sich die junge Dame aus der elften Klasse des Frauenlob-Gymnasiums mit dem Leistungsfach Deutsch, die schon seit der Grundschulzeit Geschichten schreibt und bereits an mehreren Wettbewerben teilgenommen hat, den Hauptpreis geschnappt: Eine Wochenend-Flugreise mit Condor ins südspanische Malaga samt Hotel-Aufenthalt. Den zweiten Platz belegte Franziska Schäfer von der Klasse 8b der Maria-Ward-Schule. Die erst 15 Jahre alte Rüsselsheimerin gab ihrer Kurzgeschichte um ein gequältes und ausgeschlossenes Mädchen den Titel "Die Bank". Die Achtklässlerin darf sich über einen Restaurant-Gutschein in den Novotel-Kasematten freuen. Rang drei sicherte sich Willigis-Gymnasiast Christoph Görke. Der 17 Jahre alte Marienborner, der die Jahrgangsstufe elf besucht, verfasste eine hochaktuelle Geschichte mit dem Titel "Monolog in Farbe". Er erhält ein Buchpaket von Buch Habel. Die sieben anderen Jung-Autoren der "Top Ten" dürfen sich über jeweils zwei Kinokarten freuen, die das Cinestar zur Verfügung gestellt hat. Aber auch alle anderen Teilnehmer gehen nicht leer aus, sie erhalten ein Schreibset der Sparda-Bank. Insgesamt waren 105 Kurzgeschichten von Schülern aus der achten bis zur zwölften Klasse eingesandt worden, die zunächst von einer dreiköpfigen Vorjury begutachtet worden waren. Zehn Arbeiten schafften es in die Endrunde, wo eine siebenköpfige Fachjury aus Experten - darunter die Stiftung Lesen, das Literaturbüro Rheinland-Pfalz und Ferdinand Scherf, früherer stellvertretender Leiter des Rabanus-Maurus-Gymnasiums - die Sieger kürte.
"Das Niveau war sehr gut, es war eine knappe Entscheidung", verriet Vierteljahreshefte-Chefredakteur Michael Bonewitz bei der Siegerehrung im Novotel, der nie und nimmer mit einer so großen Resonanz gerechnet hatte. Siegerin Jana Petry, die eventuell einmal "im Verlagswesen" arbeiten will, wurde von drei der sieben Juroren auf Platz eins gewählt. Ihre Geschichte wird in der nächsten Ausgabe der Mainz Vierteljahreshefte mit eigens angefertigten Illustrationen abgedruckt, die Mitte Mai erscheinen wird.
Künftig soll der Kurzgeschichtenpreis zu einer festen Einrichtung werden. "Alle Teilnehmer haben die Ehre der heutigen Schülergeneration bravourös gerettet", sagte Schuldezernent und Juror Peter Krawietz und bezeichnete Jana Petrys Werk als "kleines Meisterwerk - sprachlich hervorragend und mit einer beeindruckenden Struktur".

