Schulensembles führen Haydns "Schöpfung" auf
(dri). Einen bemerkenswerten Konzertabend bereitete der Kammerchor der Maria-Ward-Schule und des Willigis-Gymnasiums gemeinsam mit dem Symphonieorchester der Frédéric Chopin Musikschule Oppeln den Zuhörern, die sich zum Jubiläumskonzert des Kammerchors in der Johanniskirche eingefunden hatten. In imposanter Art und Weise trugen die Musiker und Sänger Joseph Haydns Oratorium "Die Schöpfung" vor. In drei Teilen erzählten die Solisten sowie der Chor aus Schülern und Ehemaligen die Schöpfungsgeschichte, wie sie in der Genesis, dem ersten Buch Mose, geschrieben steht. Die Rezitative vor den Chorsätzen mit den Worten der Genesis wurden von den Solisten Magdalena Tomczuk, Thomas Dewald, Bardo Menke und Oskar Koziolek vorgetragen. Stimmgewaltig intonierten die Sänger die biblischen Zeilen und nahmen die Zuhörer mit auf eine Reise durch die Schöpfungsgeschichte. Von der Vorstellung über die Schaffung der Erde und des Meeres bis zu Adam und Eva durchzogen die Musiker jeden Schöpfungstag. Während die Solisten und der Kammerchor die Geschehnisse in klangvollen Worten präsentierten, lieferte das Orchester den beachtlichen musikalischen Hintergrund.
So bekamen die Zuhörer einen emotionalen Einblick in die Atmosphäre, die unter anderem herrschte, als nach der Schaffung der Erde "brausende Stürme" tobten und "feurige Blitze" die Luft durchschnitten. Der Einsatz des Orchesters ließ denn tatsächlich "in vollem Glanze" den Himmel scheinen und die Erde "in ihrem Schmucke" prangen, spiegelte die positive Stimmung, lieferte ein stimmungsvolles Bild der biblischen Schöpfungsgeschichte.

