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Allgemeine Zeitung

Mainz 

Wenn eine zarte Lerche schwebt

10.03.2009 - MAINZ

Von Birgit Knape

Jahreskonzert des Orchesters der Maria Ward-Schule präsentiert viele junge Talente

Als "musikalischen Höhepunkt des Schuljahres" bezeichnete Schulleiterin Dr.Andrea Litzenburger das Jahreskonzert des Orchesters der Maria Ward-Schule. Dass der Höhepunkt bereits drei Monate vor dem Ende des Schuljahres stattfand hat seine Gründe, denn das Schulorchester muss sich in diesem Jahr gleich von acht Musikerinnen verabschieden, die im Moment ihre Abitur-Prüfungen ablegen.

Drei herausragende Talente unter den Instrumentalistinnen erhielten im ersten Teil des Konzertes die Gelegenheit, ihr Können zu zeigen. Violinistin Méline Wölfel nimmt bereits neben der Schule an einer studienvorbereitenden Ausbildung am Konservatorium teil, sie ist Mitglied des Bundesjugendorchesters. Beim Konzert ihrer Schule malte sie mit ihrer Violine das Bild der Lerche, die durch die Luft schwebt, mit zartem doch sicheren Ton.

Ralph Vaghan Williams vertonte das Gedicht "The Lark ascending" (Die auffliegende Lerche) 1914. Wie die Lerche scheinen die Töne in die Höhe zu schweben, sie wiegen sich im Wind. Harmonisch unterstützt das Orchester die klangliche Naturmalerei, genauso klingt Frühling!

Robert Schumann komponierte 1849 auf Bitten seiner Frau Clara eine "Introduktion & Allegro appassionato G-Dur" für Klavier und Orchester, die es ihr ermöglichen sollte, ihre Fähigkeiten als Pianistin unter Beweis zu stellen. Beim Konzert der Maria Ward-Schule tat dies Jana Münkel. Gekonnt setzte sie die "Leidenschaft" der Musik um, die schon Clara gesehen hatte. Ganz nebenbei spielt Jana Münkel auch noch Violine im Schulorchester.

Das Cello ist als Solo-Instrument nicht ganz so häufig zu hören, Max Bruch komponierte mit "Kol Nidrei" 1881 ein Adagio nach hebräischen Melodien für Cello. Für ihren bittersüßen Klang eignet sich das Cello hervorragend, das an diesem Abend Kristin Räpple spielte. Auch sie gehört zu den vielen herausragenden musikalischen Talenten, die in der Maria Ward-Schule zu Hause sind.

Der zweite Teil des Konzertes bot der Ensembleleistung des Orchesters Raum, mit Georges Bizets "L´Arlésienne-Suiten 1 & 2" hatte Musiklehrer Matthias Warzecha, unter dessen Leitung das Orchester steht, eine lange - und nicht ganz einfache - Aufgabe ausgesucht. Die ein oder andere Unsicherheit der jungen Musikerinnen ließ sich da verschmerzen, unterstützt von etlichen Ehemaligen meisterte das Schulorchester das abwechslungsreiche Werk bravourös.

Ein würdiger Abschied für die Abiturientinnen, die im nächsten Jahr vielleicht als Ehemalige wieder dabei sind.

Das Orchester der Maria Ward-Schule und die Solistinnen meisterten die musikalischen Herausforderungen. Foto: hbz/Stefan Sämmer


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