Von Marcel Friederich
EULENSPIEGEL Open-Air-Sitzung der Mombacher Narren
Mit einer ganz besonderen Veranstaltung hat der Carneval-Club Mombach „Die Eulenspiegel“ seine diesjährige Kampagne eingeläutet: Zur ersten Open-Air-Sitzung versammelte sich das Narrenvolk im Innenhof der Geno-Bank. Handgezählte 444 Besucher feierten den gelungenen Auftakt der „Eulenspiegel“-Kampagne mit Sitzungspräsident Ralf Falkenstein und kamen trotz Minusgraden so richtig in Stimmung. Viele bekannte Fastnachtsgrößen, aber auch talentierte Youngsters haben den Weg zum CCM gefunden.
Der Sitzungserlös von 2 000 Euro kommt dem Mombacher Kinder-, Jugend- und Kulturzentrum „Haus Haifa“ zugute. Um die Spende zu ermöglichen, verzichteten alle Fastnachter auf ihr Auftrittsgage.
Besonders lautstarken Applaus erhielt das Nachwuchs-Talent Marian Butscher. Der Gau-Bischofsheimer hielt einen peppigen Vortrag, wie hart er um die schönsten Mädchen der Schule kämpfen muss. „Willst du andre Jungs verdrängen, muss die Hos‘ am Bobbes hänge.“ Obwohl Marian erst zwölf ist, „steht er schon seit neun Jahren auf der Fastnachtsbühne“, sagte der stolze Opa Bernhard Knab. Knab selbst verteilte wie gewohnt als „Deutscher Michel“ einen politischen Rundumschlag. Auch Patrick Helbach schilderte seinen Alltag als Teenager. Weil ihn seine Eltern so nerven, ist er kürzlich ausgezogen - zur Freude der benachbarten Pizzeria.
Die Vorträge von „Messdiener“ Andreas Schmitt und „Nachtwächter“ Adi Guckelsberger gehören mit zum Besten, was die Meenzer Fastnacht in dieser Kampagne zu bieten hat. „Messdiener“ Schmitt verriet, dass Karl Kardinal Lehmann eigentlich in den Vatikan versetzt werden sollte. Allerdings protestierte Schmitt bei Papst Benedikt: „Dann müsste ich ja mit. Doch vom Vatikan zum Weinhaus Blum, das ist mir viel zu weit.“
Für einen ausgesprochen emotionalen Moment sorgte Oliver Mager mit seiner neuen Ballade „Verliebt in eine Stadt“.

