Von Nora Diel
In eine riesige Backfabrik verwandelte sich am Donnerstag die Mainzer Phönix-Halle. Überall wuselten „Zwerge“ mit ihrer Kochmütze und eilten mit ihren Backblechen durch die Halle. Im Hintergrund lief passende Weihnachtsmusik und ein Duft von Plätzchen ließ jedem das Wasser im Mund zusammenlaufen.
290 Kinder aus verschiedenen Kindertagesstätten der Stadt waren es in diesem Jahr, die gemeinsam mit Senioren und für Senioren Plätzchen backten. Die Senioren wurden von Bettina Ostermann-Vogt von der ambulanten Tagespflege gefragt, ob sie Lust und Zeit hätten, mit den Kindern zu backen. Karoline Faul aus dem Mombacher Altenzentrum ließ sich da nicht zweimal bitten. Sie war bereits zum dritten Mal dabei: „Diese Aktion ist ganz toll für die Kinder und natürlich auch für uns.“
„Nicht immer nur: Was krieg ich dafür?“
Die Idee wurde 2007 geboren. Matthias Becker, Geschäftsführer der Phönix-Halle, auf dessen Initiative diese Aktion vor fünf Jahren ins Leben gerufen wurde, findet es wichtig, dass „Kinder merken, dass sie etwas Gutes für die Gesellschaft mit ihren Händen tun können“, und nicht immer nur nach dem Motto: „Was krieg ich dafür?“. Besonders das Miteinander und Füreinander seien Attribute, die er mit dieser Backaktion erhalten möchte.
An die 150 Kilogramm Plätzchen wurden gebacken. Einen Teil davon durften die „Bäcker“ mit nach Hause nehmen und der Rest ging an die Johanniter, die das süße Gebäck anderen Senioren nach Hause bringen werden.

