Ansturm auf neue Mainzer Synagoge - 10.000 Besucher - Architekt gibt Autogramme
07.09.2010 - MAINZ
Von Nicole Weisheit-Zenz
„Dass an diesem historischen Ort etwas so Modernes entstanden ist, zeigt, wie offen man auf beiden Seiten für eine friedliche gemeinsame Zukunft ist”, meinte Anita Mann mit Blick auf die Geschichte und blickte von der Empore aus beeindruckt auf den Gebetsraum. „Ob von außen oder von innen, das Gebäude ist einfach fantastisch”, schwärmte sie und sprach dem Architekten ein großes Lob aus.
Manuel Herz gibt Autogramme
Manuel Herz wurde bei seinen Erläuterungen zur Architektur oft sogar um Autogramme gebeten. Auch er hatte nicht mit einem solchen Besucheransturm gerechnet und kam zwischen den Führungen kaum dazu durchzuatmen. „Den Rundgang mit dem Architekten mitzuerleben war wirklich ein Glücksfall”, meinten Birgit und Klaus Dietrich, die in Schule und Studium ein wenig Hebräisch gelernt hatten und in den zweisprachigen Schriften blätterten. „Wir wünschen uns, dass sich die Gemeinde lebendig weiterentwickelt und die vielen Gemeinsamkeiten zwischen den Religionen im Vordergrund stehen,” sagten sie und ließen die Finger über die Zeilen aus dem Alten Testament gleiten.
Auch Yvonne Heumann nahm die Atmosphäre mit allen Sinnen war. „Die Mosaike mit Buchstaben an den Wänden musste ich einfach mal berühren”, lächelte die Designerin, die fasziniert ist von der jüdischen Kultur. Für sie strahlt alles viel Liebe zum Detail aus, aber auch eine angenehme Leichtigkeit im Umgang mit dem Religiösen. Und Regina Sigmund, die die Synagoge mit ihr besuchte, ergänzt: „Hier ist wirklich ein Ort, an dem ich das Gefühl habe, angekommen zu sein.”
- Zum Anfang
- Zurück
- Seite 2/2
- Weiter
- Zum Ende

