Mainz: Vorbereitungen für "Stadt der Wissenschaft" laufen auf Hochtouren
25.08.2010 - MAINZ
Von Melanie Lahrmann
Vor fünf Monaten setzte sich Mainz in der Finalrunde um den begehrten Titel „Stadt der Wissenschaft 2011“ durch. Rund 500 Projektideen flossen in das Konzept ein, das unter dem Motto „Mainz leidenschaftlich wissenschaftlich. Stadtlandschaft voller Kreativität“ die Jury in Berlin überzeugte. Neben dem Titelgewinn konnte sich die Stadt über ein Preisgeld in Höhe von 250.000 Euro freuen.
Mittlerweile laufen die Arbeiten für das Jahresprogramm auf Hochtouren. In sechs Arbeitskreisen beteiligen sich 250 Projektmitarbeiter aus unterschiedlichen Mainzer Institutionen aus Wirtschaft, Wissenschaft, Kultur und Verwaltung an dem gemeinsamen Ziel, die Bürger für Wissenschaft zu begeistern.
Pünktlich zum Jahresbeginn startet Mainz in das Titeljahr, und die Bürger erwartet nach Einschätzung des Stifterverbandes für die Deutsche Wissenschaft ein Feuerwerk an Aktivitäten. „Mit einer Baustellenparty am 2. Januar eröffnen wir das Jahr“, verriet Oberbürgermeister Jens Beutel am Dienstag bei einem Zusammentreffen der Arbeitskreise auf der Zitadelle. Höhepunkte der Aktivitäten werde es im besonders im Juni geben, kündigte Beutel an. Im „Wissenschaftssommer“ ist ein breitgefächertes Programm geplant.
Themen und Erfindungen aufgreifen, die die Menschheit weitergebracht haben
Zum Erleben und Erkunden laden Mitmachexponate aus der gesamten Republik ein ebenso wie der zeitlich vorgezogene Wissenschaftsmarkt. So können Besucher im Wissenschaftssommer auf dem Gutenbergplatz unter anderem der Geschichte der Glastechnik nachgehen, die das römisch-germanische Zentralmuseum gemeinsam mit der Firma Schott in gläsernen Pavillons darstellt. Daneben gibt es eine Vortragsreihe zu „Mainzer Erfindungen“, die einen Bogen von Gutenbergs Buchpresse bis zu modernen Technologien wie Solarzellen spannt. „Wir wollen Themen und Erfindungen aufgreifen, die die Menschheit weitergebracht haben“, erläutert Schott-Mitarbeiter Dr. Jürgen Steiner. Außerdem starten im Juni Forschungsexpeditionen zu wissenschaftlichen Instituten und Unternehmen.
„Einer der Höhepunkte im Veranstaltungsbereich wird die Spektrale, unsere große Sommerausstellung in der Rheingoldhalle sein“, berichtet Beutel. Mit dem Thema, wie sich Wissenschaft auch visuell vermitteln lässt, wird sich ein Kommunikationslabor mitten in der Stadt beschäftigen. In einem zentralen Ladenlokal wird der Fachbereich Gestaltung der FH Mainz die Aktivitäten des Wissenschaftsjahrs gestalterisch sichtbar machen und gemeinsam mit den Bürgern experimentell umsetzen.

