Vergangenheit aufarbeiten
14.08.2010 - MAINZ
Von Katharina Bruch
MAUERBAU JU und Christlich Demokratische Studenten erinnern an Jahrestag
Eine auf Leinwand gemalte Mauer stand gestern in der Rochusstraße. Mitglieder der Jungen Union und des Rings Christlich-Demokratischer Studenten hatten sie mit der Aufschrift „Freiheit statt Sozialismus“ aufgestellt, um an den Mauerbau vor 49 Jahren zu erinnern.
Das Mahnmal postierten die Mitglieder vor dem Landesverband Rheinland-Pfalz der Partei „Die Linke“.
„Mit dieser Aktion wollen wir die Linke auffordern, die Vergangenheit aufzuarbeiten“, erklärt Janina Diehl, Kreisvorsitzende der Jungen Union.
Bundesweit würden heute Kundgebungen vor den Parteizentralen der Linkspartei stattfinden, um den Opfern zu gedenken, die während der SED-Diktatur gefallen sind.
Eine direkte Auseinandersetzung mit Mitgliedern der Linkspartei gab es bei der Aktion nicht. „Sie waren zwar kurz anwesend, haben aber nicht das Gespräch mit uns gesucht“, erzählte Diehl.
Mit großen Plakaten und Flyern sprachen die zwölf jungen Leute die Passanten in der Rochusstraße und in der Augustinerstraße an. „Wir möchten die Menschen informieren, weil wir es als sehr wichtig erachten, dass man die Erinnerung an diese Zeit nicht vergisst“, betonte Diehl. Besonders ihre eigene Generation wolle sie ansprechen, um sie wissen zu lassen, dass die DDR „kein Sozialparadies“ gewesen sei, sagte die 21-Jährige.

