Den Glauben im Leben verankert
09.08.2010 - MAINZ
Von Nicole Weiseheit-Zenz
KIRCHE Pater Sebastian Annas verlässt Pfarrgemeinde St. Bonifaz
Zum Fest des heiligen Dominikus in St. Bonifaz wurde Pater Sebastian Annas verabschiedet, der die Gemeinde im September verlässt. Die Provinzleitung der Dominikaner hat ihn nach St. Andreas in Köln berufen, wo er seine Erfahrung einbringen soll.
Der bildhafte Vergleich des Lebens mit einer Baustelle war ein prägendes Motiv der Messe. So hieß es im Eingangslied: „Gott schenkt uns Vertrauen und ein Arbeitsfeld. Er will mit uns bauen eine neue Welt”. Ganz entscheidend sei dabei ein tragfähiges Fundament. Jeder solle sich die Frage stellen, worauf er sein Leben baut und welche Grundlagen er für andere legt.
Noch heute ist das Wirken des Ordensvaters gegenwärtig durch Menschen, die ihr Leben gemäß seinem Vorbild gestalten - wozu unter anderem ein einfacher Lebensstil gehört. Durch das Mainzer Dominikanerkloster erhält das Gemeindeleben in St. Bonifaz daher eine besondere Prägung. Pater Sebastian Annas, der dort seit 2001 tätig ist, setzte sich dafür ein, dass die Pfarrei auf gutem geistigen Grund steht. Als erster Prior und Superior brachte er wichtige Umbauten auf den Weg. Zudem engagierte er sich im Verbund der katholischen Kirchen in der Neustadt und vertrat die Anliegen des Ordens im Bistum. Vor Ort galt er als Ansprechpartner in allen Lebenslagen, vor allem für Sorgen und Nöte. Auch für Menschen mit Brüchen im Leben gab es bei ihm immer offene Türen und Ohren. Durch seine freundliche Zugewandtheit habe er den Glauben im Leben verankert, betonten die Konzelebranten der Messe. Darüber hinaus liegt ihm die Liturgie am Herzen, als Höhepunkt der Begegnung von Mensch und Gott.
Neben den an ihn gerichteten Dank sprach Pater Sebastian selbst Danke aus, an Brüder, Mitarbeiter, Gremien und andere (katholische wie evangelische) Pfarrer, ebenso wie an Einzelne und Gruppen, denen die Pfarrgemeinde St. Bonifaz viel bedeutet. In Köln werde er ebenfalls in Bahnhofsnähe tätig sein, daher lud er zu spontanen Besuchen in seiner neuen Wirkungsstätte ein. Für den Wechsel an der Spitze der Pfarrei wurde Pater Laurentius zum Nachfolger benannt. Nach dem feierlichen Abschluss, der Toccata aus der 5. Symphonie für Orgel von Charles Marie Widor (gespielt von Rudolf Gilch und Simon Krug), wurde vor der Kirche zum Empfang eingeladen.

