Ausflug ins Weltall
05.08.2010 - MAINZ
Von Clarissa Gröschen
FERIENKARTE I Kinder erfahren in der Sternwarte einiges über Astronomie
Sogar während der Ferien drängen Kinder in die Anne-Frank-Schule. Schon zum dritten Mal öffnete sie ihre Türen für Besucher der Sternwarte. Und jedes Mal waren die Plätze, die über die Aktion Ferienkarte vergeben wurden, heiß begehrt.
Auf dem Weg zur Sternwarte in der Dachkammer der Schule wächst die Spannung der jungen Teilnehmer. „Weltall und Mond“ wollen sie sehen. Um einen Blick auf die Sterne zu erhaschen, überwindet der 13-jährige Roy sogar seine Höhenangst, die sich am Treppengeländer kurz bemerkbar macht. „Aber am helllichten Tag sind die Sterne leider nicht zu sehen“, erklärt ihnen Friedrich Gerber, der die kleinen Astronomen ehrenamtlich in die Welt der Planeten und Sterne einführt. Stattdessen zeigt er ihnen ein Planetenmodell sowie Spiegelungs- und Vergrößerungseffekte einer Teleskoplinse. Außerdem reicht Gerber Gesteinsbrocken aus dem Weltall herum. Dazu erklärt er, wie die unscheinbaren Steine zu ihrer Form gekommen sind und was ihre Bruchstellen über den Weg der Gesteine verraten.
Roy ist bereits gut informiert. Er spricht von Plasma, Kohlendioxid und Asteroidengürtel. Dagegen freut sich Max (9) über anschauliche Erklärungen wie: „Selbst Schumi wäre länger als einen Monat bis zur Sonne unterwegs.“ Deswegen meint Max: „Mir gefällt, dass man viel erklärt bekommt - und dass der Mann so nett ist“.
Schließlich schaltet Gerber in der kleinen Dachstube das Licht aus und die Kinder sehen Sterne an der eingebauten Kuppel aufleuchten. Warum dort 24 Zahlen zu sehen sind, fragt Gerber und spielt damit auf die 24 Stunden eines Tages an, nach der sich die Kuppel ausrichten lässt. Doch die kleinen Astronomen geben prompt die Antwort: „Weil am 24. Weihnachten ist!“

