Restauranttest: Mainzer Rheingold ist aus dem Dornröschenschlaf erwacht
30.07.2010 - MAINZ
Von Michael Bonewitz
Das Essen
Sie ist klein aber oho – die Speisekarte im Rheingold. Erfrischend schmackhaft, die frisch zubereitete Tomatensuppe mit Limetten-Minzcreme (5 Euro) oder die Rheingold-Potage, eine Hühner-Curry-Kokos-Ingwer-Suppe mit gebratenen Garnelen (7,50 Euro), die ihrem Namen alle Ehre macht. Sechs verschiedene Salate und vier Pastagerichte stehen auf dem Programm, dazu fünf Fleisch- und Fischgerichte. Ein besonderer Knüller: „surf & turf“, eine kulinarische Spezialität der nordamerikanischen Atlantikküste, ein Rumpsteak mit Riesengarnelen für 20,50 Euro. Wer dann noch Platz hat, dem sei das Rheingold Duett empfohlen: Espresso-Krokant-Parfait mit Schokosoufflé für 7 Euro.
Die Getränke
Weine aus der Region von namhaften Weingütern klug ausgewählt, hier spürt man die Handschrift Lambris. Aber auch sonst wartet das Getränkeangebot mit einigen Überraschungen auf: Sechs verschiedene hausgemachte Limonaden-Getränke, zwei hausgemachte Smoothis und dann die rund 30 Cocktails, die vom quirligen Barmixer Sven Wörth perfekt gerührt und geschüttelt werden. Und fragen Sie mal nach dem Espresso-Bonbon oder nach Svens alkoholfreiem selbst kreierten Aperitif „Sommer-Lust“ mit pürierten Erdbeeren, Orangensaft, Grapefruit, Maracuja und Caramel.
Fazit
Klammheimlich hat sich am Mainzer Rheinufer ein kulinarisches Kleinod etabliert, das seinen Dornröschenschlaf inzwischen hinter sich gebracht hat. Bei sonnigem Wetter am Zweiertisch ganz zweisam im Freien auf dem schmalen Balkon mit dem schönsten Blick, den Mainz zu bieten hat - ganz schön schön. Ansonsten bietet das Restaurant gut 60 Gästen Platz, auf der Terrasse am Rathausplateau sind es sogar 70.
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