2.500 Teilnehmer laufen beim Run for Children in Mainz für guten Zweck
21.06.2010 - MAINZ
Von Carina Schmidt
Von Mainz bis Jakarta – das sind Luftlinie etwa 11.200 Kilometer. Diese unglaubliche Strecke legten die rund 2.500 Läufer der 92 Gruppen beim fünften 10-Stunden-Benefizlauf „Run for children“ (RFC) auf dem Sportgelände des TSV Schott in Mombach zurück. Pro gelaufene Runde spenden die fast 50 Sponsoren und Partner einen Euro und mehr. Im Vordergrund standen aber nicht sportliche Höchst-leistungen, sondern der Einsatz für einen guten Zweck, betonte Dr. Jürgen Steiner von der Schott AG.
Der Erlös geht nämlich an 25 regionale Kinderhilfsorganisationen. „Das Besondere am Event ist: Man trifft nur auf glückliche Gesichter“, betonte Schirmherr und Vorstandsvorsitzender der Schott AG, Prof. Udo Ungeheuer. „Die einen freuen sich, etwas Gutes zu unterstützen, die anderen staunen einfach nur, was für sie gemacht wird.“ Die hohe Einsatzbereitschaft kannte auch keine Altersgrenze: So waren die jüngsten Sportler im Kindergartenalter und die ältesten über 80.
„Ich habe schon 16 Runden, aber vor 30 gehe ich nicht heim“.
Mit der Kamera in der Hand fotografierte Polizist Roland Kohn seine laufenden Kollegen. Er selbst lief schon viermal mit: „Ich finde es toll, dass Leute mitmachen, die sonst wenig Sport treiben.“ Zu den Mannschaften der ersten Stunde zählte die Mainzer Epilepsie Elternhilfe. Dieses Jahr trat sie sogar mit zwei Teams an, weil viele Kinder mitlaufen wollten. So auch die achtjährige Kristina, die mittags schon zwei Runden geflitzt war und sich mit einer Frikadelle stärkte: „Später laufe ich noch mehr“. Ambitioniert war auch Reiner Horster von den „Guide Dogs“: „Ich habe schon 16 Runden, aber vor 30 gehe ich nicht heim“.
Zum zweiten Mal trat der Blindenfußballverein an, diesmal mit 19 Läufern, von denen fünf wegen ihrer Sehbehinderung in Begleitung liefen. Bis zum Abend flaute die gute Stimmung nicht ab. Dazu trug das Rahmenprogramm bei, mit Tanzeinlagen wie dem Fußball-Tanz von den Nieder-Olmer „Devil Dancers“ oder Musik von den Guggemusikern „Meenzer Nodequtscher“. Das spornte die Sportler an.
Den ersten Rang belegte wie im vergangenen Jahr die „Schlossrunners“. Die Mainzer Gymnasiasten der Jahrgangsstufen 9 bis 11 samt Lehrer legten 460 Runden zurück. Insgesamt kamen bei Run for Children 153.460 Euro zusammen.

