Von Jens Grützner
ASV Verein erwirbt sein Trainingszentrum
In dieser Woche macht Traditionsverein ASV Mainz 88 ernst: Der Ringer-Bundesligist erwirbt sein neues Trainingszentrum, das frühere Weisenauer Keglerheim. „Wir nehmen einen sechsstelligen Betrag in die Hände“, sagt ASV-Vorsitzender Professor Dr. Eckhart Pick. Weil die 88er, deutscher Mannschaftsmeister der Jahre 1973 und 1977, bis zum 1. Oktober aus der alten Heimat in der Neutorschule ausziehen müssen, weil an dieser Stelle in der Altstadt das neue Archäologische Zentrum entsteht, war Eile bei den Planungen geboten.
Ein Stadtratsbeschluss hat den 88ern den Kauf ermöglicht. „Es ist ein Kraftakt“, sagt Pick, „es ist aber einer, den wir guten Gewissens angehen.“ Ursprünglich hatten die 88er in den alten Aluminiumbau der Fachhochschule in der Holzstraße gewollt, doch die nötigen Umbauten dort wären zu kostspielig gewesen. Nach der letzten Saison hatte der Ringer-Bundesligist Schulden in Höhe von 16 000 Euro. Die zeitliche Drucksituation führte Pick zufolge dazu, dass die 88er Sponsoren für ihr Abenteuer gewinnen konnten. „Wir haben alle Quellen angezapft“, sagt er - sprich: die Eigenmittel sind gestiegen. Aber natürlich nimmt der ASV einen Kredit auf. Was die Umbauten im Keglerheim betrifft, erhalten die 88er einen Zuschuss des Landes entsprechend der Sportstättenförderungsrichtlinien. „Gut die Hälfte kommt vom Land“, sagt Pick. „Wir sind in die Förderung für 2010 aufgenommen worden.“ Zehn Kegelbahnen wurden in Weisenau schon entfernt, ein neuer Schwingboden wird eingezogen.
„Unser neues Vereinsheim ist ein großer Bestandteil unserer Agenda 2013“, sagt der ASV-Vorsitzende. Dann wird der Klub 125 Jahre alt. In Weisenau liegt dann eine feste Matte aus, dort absolviert die Regionalliga-Mannschaft ihre Kämpfe. Für Kämpfe der Bundesliga-Mannschaft ist die Halle zu klein. In Weisenau müssen die 88er im Gegensatz zu früheren Jahren aber selbst für die Nebenkosten aufkommen.


Freude für die Ringer - Trauer für die Kegler
Des einen Tod - des anderen Brot.
Schade, dass die einzigste Kegel-Grossanlage nun nicht mehr existiert. Aber - so wie die Stadt Mainz den Ringern geholfen hat, sollten auch die Kegler unterstützt werden. Die Kegelanlagen der Stadteigenen Bürgerhäuser sollten suf Vordermann gebracht werden, dass wieder Kegel-Spitzensport in Mainz stattfinden kann.
Also Stadt Mainz: Problem erkannt - Problem gebannt.