Kulturaustausch mit Polonaise
09.06.2010 - MAINZ
Von Maren Beisel
GYGO Erstmals Internationale Tage an der Schule zum Thema „Migration“
Bei Polonaise denkt der echte Mainzer bestimmt an das Fastnachtslied des Stimmungsmachers Gottlieb Wendehals und den Rosenmontag. Mit dem Tanz, der ursprünglich aus Polen kommt, hat unsere „Fastnachtsversion“ kaum Gemeinsamkeiten. Im Uhrzeigersinn schreiten 36 Schüler aus sieben verschiedenen Ländern im Dreivierteltakt feierlich durch das Foyer des Gymnasiums Gonsenheim. Die ersten internationalen Tage an dieser Schule ermöglichen einen kulturellen Austausch. Mit dem internationalen Begegnungsprojekt bietet die Fachschaft Englisch den Schülern die Chance, ihre europäische und internationale Kompetenz zu beweisen. Gute Noten in zwei Fremdsprachen und der Besuch eines bilingualen Unterrichtsfaches während der Oberstufenzeit werden zusätzlich gefordert, um mit dem Abitur auch das Certilingua Exzellenzlabel zu absolvieren.
Das Sprachzertifikat soll den Schülern den Zugang zu international orientierten Studiengängen erleichtern und ihre beruflichen Perspektiven erweitern. „Wir wollten ein Thema, das alle Länder verbindet und haben uns daher für Migration entschieden“, erklärt die Hauptorganisatorin Ute Ritzenhofen. Bei einer Fotorallye durch Mainz galt es Hinweise für Migration zu entdecken. Die Schüler beschäftigten sich in einer gemeinsamen Projektarbeit mit der Migration in ihrem Heimatland. Die Ergebnisse werden derzeit als Poster im Foyer der Schule ausgestellt. Mit der Polonaise, einem Vortrag der ungarischen Nationalhymne, Fotos der österreichischen Erntedanktraditionen und einem Belgienquiz stellen die ausländischen Gäste ihre Heimat vor. Die Luxemburgerinnen Soraia, Michéle und Sabrina erzählen, dass man in der Hauptstadt des zweitkleinsten europäischen Staates so Einiges unternehmen kann. Dass in Kanada nur 3,4 Personen auf einem Quadratkilometer leben und es in Deutschland knapp 76 Mal so viele sind, überrascht das Publikum doch sehr. Mit ihrer Kollegin Susanne Böswald wird Ute Ritzenhofen die internationalen Tage nächstes Jahr weiterführen.

