Von Michael Heinze
STARTSCHUSS Eisenbahnbrücke für Radler und Fußgänger offiziell freigegeben
Mehr als ein Jahr lang war er gesperrt, seit Ende April kann der Rad- und Gehweg der Eisenbahnbrücke Mainz-Süd wieder genutzt werden, nachdem die Verbreiterung der Verbindungsstrecke von und nach Gustavsburg endlich perfekt ist. Bei sonnigen 20 Grad feierten Oberbürgermeister Jens Beutel und Verkehrsminister Hendrik Hering an Pfingstsamstag die Wiedereröffnung.
Vom Terrain oberhalb der Rampe zur Eisenbahnbrücke im Stadtpark gaben Politiker von links und rechts des Rheins per Startschuss offiziell den Weg frei. Als erstes schickten sie Altstadt-Ortsvorsteherin Ulla Brede-Hoffmann auf die Reise, die in Skater-Montur erschienen war. Nicht zuletzt machten sich Wanderer des Deutschen Alpenvereins, Sektion Mainz, auf, die bekannte Drei-Brücken-Schleife zu erwandern.
„Wenn ich in Mainz übernachte, nutze ich auch selbst den Drei-Brücken-Weg, um mich fit zu halten“, verriet Minister Hering. Wenige Stunden vor dem Eröffnungsakt hatte Hering noch einmal getestet, ob es sich auf dem von April 2009 bis April 2010 auf einer Länge von 425 Metern von 1,50 auf zwei Meter verbreiterten Geh- und Radweg auch wirklich gut joggen lässt. Sein Urteil: „Man kann jetzt ganz bequem an Radlern vorbeilaufen, die einem entgegen kommen.“
Beutel sprach von einem „Werk, das die rechts- und linksrheinische Zusammenarbeit exemplarisch unterstreicht“. Bereits in den Fünfziger Jahren sei der Radweg über die Eisenbahnbrücke „eine außerordentlich wichtige Verbindung“ gewesen - „da sind die Meenzer ins Rüsselsheimer Opel-Werk gefahren“. Der OB freute sich, dass nach einjähriger Zwangspause am 27. Juni zur Johannisnacht wieder der Drei-Brücken-Lauf stattfinden kann. Aufgrund des langen Winters hatten sich die Bauarbeiten, für die der Wirtschaftsbetrieb Mainz verantwortlich zeichnete, um fast vier Monate verzögert.
Die Gesamtkosten für den Umbau inklusive der Planungen belaufen sich auf 3,6 Millionen Euro, die von der Stadt Mainz, dem Kreis Groß-Gerau sowie der Gemeinde Ginsheim-Gustavsburg finanziert werden. Der Nettoanteil der Stadt beläuft sich auf 1,6 Millionen Euro, eine Million davon trägt das Land.

