Projektbörse macht „happy“
19.05.2010 - MAINZ
Von Michael Heinze
MUMM Unternehmer wählen im Schloss für soziale Aktionen die Zielgruppen aus
Hochbetrieb herrschte gestern Abend im Großen Saal des Kurfürstlichen Schlosses auf der Projektbörse für die Aktion „MUMM! - Mainzer Unternehmen machen mit!“, bei der sich Unternehmen mit ihren Mitarbeitern in Projekten sozialer Träger, Einrichtungen und Initiativen aus Mainz engagieren und dabei einen Arbeitstag lang ihr Know-How, ihre Arbeitskraft sowie ihre Arbeitszeit zur Verfügung stellen.
Die große Zahl der Projekte war auch diesmal wieder bunt, die Palette reichte vom Wändestreichen über das Anlegen eines Barfußpfades bis zu einem Fotoshooting für Mädchen oder der Durchführung eines Kartoffelfestes im Altersheim. Einer der Unternehmensvertreter, die sich bei der Börse auf die Suche nach einem passenden Engagement für den Aktionstag am 24. September begaben, war Andreas Herzog, Geschäftsführer der Firma start!up consulting aus Vendersheim. Der Unternehmensberater wurde fündig beim Projekt „Kinder im Mittelpunkt“ der sozial engagierten Fintherin Irene Hunz, die für ihr gemeinnütziges Projekt einen Verein gründen möchte. „Mit meinen drei Mitarbeitern helfe ich ihr bei der Vereinsgründung und leiste Unterstützung, was Website, Logos, Info- und Werbematerial betrifft“, erläuterte Herzog. Irene Hunz war happy: „Super, Herr Herzog ist genau der richtige Mann für das Projekt.“
Die Firma Rocker-Service aus der Neustadt ist Kooperationspartner von zwei Bretzenheimer Kindertagesstätten. „Geschäftsführer Günter Rocker und seine Leute erstellen uns jeweils eine Homepage“, freuen sich Birgit Bernard, Leiterin der Katholischen Kita St. Bernhard in der Gürtlerstraße und Gudrun Schrohe, Leiterin der Katholischen Kita An der Kirchenpforte. Außerdem sind die Kitas jeweils noch mit einem anderen Projekt im Boot - sie kriegen beide ihren eigenen Bauwagen. Der von der Kita St. Georg wird von der Kistenpfennig AG als Piratenschiff fantasievoll ausgestaltet und der von der Kita St. Bernhard von der Firma Bartenbach als Ritterburg oder Raumschiff, jeweils unter Mitwirkung der Kinder und Erzieher. Nachdem es im vergangenen Jahr keinen Aktionstag gab, war diesmal eine Rekordbeteiligung zu verzeichnen. „Und 31 der 38 Projekte haben bereits einen Partner gefunden“, vermeldete Daniela Schlosser vom Bund der Deutschen Katholischen Jugend im Bistum Mainz (BDKJ), die für die Projektleitung verantwortlich zeichnet. In den Jahren 2007 und 2008 waren jeweils knapp 35 Projekte realisiert worden. Angetan war auch Sozialdezernent Kurt Merkator (SPD). „Als ich das Schloss betreten habe, kamen mir eine Menge Menschen mit strahlenden Gesichtern entgegen, die schon unter sind.“

