Von Michaela Paefgen-Laß
AUSTAUSCH Uni und FH diskutieren mit Vertretern von Partnerhochschulen
Kurz bevor Ende Mai das Deutsch-Chinesische Jahr der Wissenschaft und Bildung 2009/10 zu Ende geht, treffen sich in dieser Woche anlässlich der China-Woche Rheinland-Pfalz Vertreter von Austauschorganisationen chinesischer Universitäten mit ihren rheinland-pfälzischen Partnerhochschulen.
Sieben Mitarbeiter der „International Offices“ chinesischer Partnerhochschulen waren gestern bei der Auftaktveranstaltung an der Johannes Gutenberg-Universität dabei. Mit ihren deutschen Kollegen werden sie in dieser Woche an acht Hochschulstandorten des Landes Informationen über Studien- und Forschungsmöglichkeiten beider Länder austauschen.
Das Ziel der Veranstaltung formulierte der Leiter der Abteilung Internationales an der Universität, Rainer Henkel-von Klaß: „Wir wollen uns im Dialog treffen, um uns künftig besser austauschen zu können und die Leistungsfähigkeit unserer rheinland-pfälzischen Hochschulen darstellen.“ Gefördert werden soll die Mobilität von Studierenden und Dozenten. Die an der Veranstaltung beteiligte Fachhochschule steht im Austausch mit der Nanchang Universität. Die Gutenberg-Universität unterhält Partnerschaften unter anderem zu Hochschulen in Schanghai, Hongkong, Fujian, Wuhan und Dalian. Im Dezember kam die Universität von Peking dazu, zu den großen Austauschhochschulen der Pekinger gehören renommierte Einrichtungen wie Stanford und Harvard. China sei in der Vergangenheit auf dem Wissenssektor eher ein Exportland gewesen, sagte Henkel-von Klaß. Wissenschaftler des Landes reisten in den Westen, um hier zu lernen. Nach der Öffnung des Landes habe sich dieser Trend allmählich gewandelt. „China wird interessant als Anbieter von Wissen.“
„Es ist wichtig für uns Europäer Grenzen zu überschreiten“, erklärte Dr. Hans-Jürgen Binn vom Bildungsministerium. „Lassen Sie uns besser kennenlernen“, wünschte sich die Vizepräsidentin der Fachhochschule, Prof. Iris Fäth, von dem Vertreter des jungen Austauschpartners Nanchang University. Prof. Dr. Jürgen Olden-stein, Vizepräsident der Gutenberg-Universität erwartet, dass das Bewusstsein für die Kooperation auf beiden Seiten weiter intensiviert werde.
Außer in den Mainzer Hochschulen stehen Besuche in Worms, Kaiserslautern, Trier, Koblenz und Bingen auf dem Programm.

